Formel 1: Jerez Test Tag 2 (18.2.)

Barrichello mit schnellster Runde im Regen

Formel 1-Test Jerez (17.2.) Foto: xpb 37 Bilder

Das Regenwetter in Jerez sorgt weiter für Frust bei den Formel 1-Teams. Am besten kam Rubens Barrichello mit den wechselhaften Bedingungen zurecht. Auch Sebastian Vettel und Nico Rosberg waren schnell unterwegs. Timo Glock erlebte einen abwechslungsreichen Tag.

Andalusien ist dieser Tage kein gutes Pflaster, um ein Formel 1-Auto zu entwickeln. Wie schon am Vortag präsentierte sich die Piste in Jerez meist in feuchtem Zustand. Kaum trauten sich die ersten Piloten einmal auf Slicks aus der Box, öffnete der Himmel erneut seine Schleusen. Die heftig wehenden Winde erschwerten die Testarbeit zusätzlich. "Bei dem Wind und Regen konnten wir noch nicht einmal Reifenwechsel üben", klagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug am Abend.

Keine neuen Erkenntnisse für Sauber

Bei Force India warf man kurzerhand die Pläne um und ließ Testpilot Paul di Resta am Vormittag Erfahrung sammeln. Erst um 14 Uhr übernahm Stammpilot Tonio Liuzzi das Steuer. Die meisten Teams entschieden sich einfach für ein verkürztes Programm. "Nach den gleichen wechselhaften Bedingungen wie gestern, war es einfach nicht wert, heute viel zu fahren", erklärte Sauber-Pilot Pedro de la Rosa nach nur acht Umläufen im neuen C29.

Andere Piloten zeigten sich da schon motivierter. Rubens Barrichello setzte nicht nur die schnellste Zeit des Tages (1:27.145 Min.) sondern legte in seinem Williams insgesamt auch noch die größte Strecke zurück. 98 Mal umrundete der Routinier die 4,4 Kilometer lange Piste.

Petrov sammelt weiter Regenerfahrung

Knapp sieben Zehntel dahinter auf Rang zwei präsentierte sich auch erstmals Vitaly Petrov ganz vorne im Zeitenklassement. Der Russe ist einer der größten Pechvögel der Testfahrten. Praktisch immer wenn sich der Renault-Neuling ins Auto setzt, öffnet der Himmel die Schleusen. Die wenigen trockenen Tage waren bisher Teamkollege Robert Kubica vorbehalten.

Hinter Barrichello und Petrov setzte sich ein deutsches Duo auf die weiteren Plätze. Sebastian Vettel begnügte sich nach der Bestzeit am Vortag mit Rang drei. Silberpfeil-Neuzugang Nico Rosberg belegte knapp dahinter Position vier. Mit 70 bzw. 71 Runden legten die beiden Deutschen immerhin mehr als eine Grand Prix-Distanz zurück. Felipe Massa war mit 92 Umläufen sogar noch fleißiger. Seine beste Runde reichte immerhin zu Rang fünf.

Glock und Kovalainen mit Ausritten

Für Timo Glock begann der Tag mit einem Ausflug ins Kiesbett. Als der Virgin-Renner wieder geborgen und gesäubert war, konnte der Odenwälder endlich mal ein paar Kilometer am Stück fahren. Mit insgesamt 72 Runden verdoppelte Glock praktisch die bisherige Laufleistung des VR-01. Mit gut drei Sekunden Rückstand ist der neue Renner gar nicht so weit von der Spitze entfernt. Sogar den McLaren von Lewis Hamilton konnte man in der wenig bis gar nicht aussagekräftigen Zeitentabelle hinter sich lassen.

Pechvogel des Tages war allerdings Heikki Kovalainen. Der Finne verlor in Kurve drei die Kontrolle über seinen neuen Lotus und beschädigte den Frontflügel und die Nase. Da nicht genügend Teile vor Ort waren, musste das Team den Tag nach nur 30 Runden beenden. "Meine Schuld", gestand der Pilot ein. So konnte man immerhin ein paar Probleme mit der Hydraulik in Ruhe beheben.

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