Formel 1-Kommission

Fast alle Sparpläne abgelehnt

Lauda, Wolff, Ecclestone & Horner - Formel 1 Foto: xpb 52 Bilder

Am 18. Juni hat die Formel 1-Kommission in Biggin Hill getagt. Es ging um die Sparvorschläge der Strategiegruppe und das neue GP-Format mit einem verkürzten Trainingsprogramm. Mit einer Ausnahme wurden alle Anträge von dem 26-köpfigen Gremium abgelehnt.

In den letzten Monaten haben sich die Formel 1-Verantwortlichen die Köpfe heiß geredet, was man tun könnte, um den Sport kostengünstiger zu machen. Eine Budgetdeckelung und eine Begrenzung der Entwicklungsschritte pro Saison scheiterte schon im Ansatz am Einspruch der großen Teams. Bei der Reduzierung der Mannschaftsstärke von 60 auf 50 Leute vor Ort waren sowohl kleine als auch große Teams dagegen.

Schließlich einigte man sich zunächst im Rahmen der Strategiegruppe darauf, das GP-Programm um einen Tag zu verkürzen. Demnach wäre der Donnerstag als Medien- und Fantag gestrichen und auf den Freitag vormittag verlegt worden. Statt 180 Minuten Training sollte es nur noch 90 Minuten am Freitagnachmttag um 17 Uhr geben. Reifen-Heizdecken wären verboten worden, was die Teams um eine Viertelmillion Euro entlastet hätte. Und die Testfahrten innerhalb der Saison sollten wieder gestrichen werden.

Test-Reduzierung soll F1-Kosten senken

Am 18. Juni traf sich die Formel 1-Kommission zur Abstimmung in Biggin Hill südlich von London. Das Gremium besteht aus allen Teamchefs, der FIA, Bernie Ecclestone, sechs Veranstaltern und Vertretern der Motorhersteller und des Reifenlieferanten. Das Votum der Kommission sollte kommende Woche dem FIA-Weltrat zur endgültigen Absegnung vorgelegt werden.

Doch der FIA-Weltrat hat kaum etwas Neues, über das er abstimmen musste. Sämtliche Vorschläge - bis auf einen - fielen durch. Das verkürzte GP-Wochenende scheiterte am Einspruch der Veranstalter und der großen Teams, die zunächst dafür waren. Nach reiflicher Überlegung kam man jedoch drauf, dass man damit die Zuschauer betrogen und einen Tag weniger Publicity in Kauf genommen hätte.

Auch das Verbot der Reifenwärmer wurde fallengelassen. Pirelli verkauft jetzt die Decken als Werbefläche. Teams, die den Pirelli-Schriftzug aufbringen, sollen 200.000 Euro zurückkriegen.

Nur bei den Testfahrten gibt es Bewegung. 2015 bleibt es bei 12 Testtagen vor der Saison, allerdings müssen wieder alle in Europa stattfinden. Die acht Testtage unter der Saison werden auf vier verkürzt, zwei davon reserviert für junge Fahrer. 2016 schrumpft die Zahl der Wintertest-Tage auf acht. Und die Testfahrten unter der Saison entfallen ganz. Kommentar aus dem Fahrerlager: "Wir haben zwar wieder kaum etwas gespart, aber wenigstens ist die Schnapsidee mit dem reduzierten GP-Programm vom Tisch."

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