Max Mosley dpa
Formel 1 2009
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Formel 1: Max Mosley

Max Mosley feiert den 70. Geburtstag

Er ist einer der Väter der modernen Formel 1 - und eine ihrer streitbarsten Figuren. Max Mosleys Erbe wird auch nach seinem Abschied als Weltverbandschef die Motorsport-Königsklasse noch auf Jahre hinaus prägen. Am 13. April wird er 70 Jahre alt.

An seinem 70. Geburtstag am Dienstag dürfte die Zahl der Gratulanten jedoch mindestens genauso groß sein wie die Schar seiner Kritiker.

Mosley hat die Formel 1 sicherer gemacht

Mosley hat die Formel 1 sicherer gemacht, mit seinem radikalen Sparkurs in seinem letzten Amtsjahr die Rennserie aber fast gespalten. In den erbitterten Machtkämpfen mit den Auto-Herstellern blieb er oft Sieger.
 
"Ein viel ruhigeres Leben" wolle er künftig führen, erklärte der studierte Physiker und Jurist, bevor er im vergangenen Oktober nach knapp zwei Jahrzehnten die Geschäfte beim Internationalen Automobilverband FIA an Wunsch-Nachfolger Jean Todt übergab.

Neue Teams sind das Vermächtnis von Mosley
 
Auf der Rennstrecke sind in diesem Jahr die Formel-1-Neulinge Virgin, Lotus und Hispania Racing das sichtbare Vermächtnis von Mosleys Politik. Nach der weltweiten Finanzkrise und dem Ausstieg von Sponsoren und Autobauern zwang der damalige FIA-Boss der Rennserie eine radikale Kostendiät auf, peitschte eine weitere Regelreform durch und lockte so die neuen Privat-Teams an. Als Gegenleistung musste der Wahl-Monegasse den mit einer Konkurrenzserie drohenden Top-Rennställen jedoch seinen Rücktritt versprechen.
 
Bis dahin hatte Mosley alle Angriffe auf seinen FIA-Thron abwehren können. 1991 nach einem Handstreich gegen den langjährigen Motorsport-Chef Jean-Marie Balestre ins Amt gekommen, stieg der einstige Formel-2-Pilot zwei Jahre später zum Chef der umstrukturierten FIA auf. Gegen alle Widerstände verfolgte Mosley spätestens nach dem Unfalltod von Roland Ratzenberger und Formel-1-Idol Ayrton Senna in Imola 1994 eine rigorose Sicherheitspolitik, mit der die Gefahren im PS-Zirkus erheblich gemindert wurden. Seit 16 Jahren gab es in der Formel 1 keinen tödlich verunglückten Fahrer mehr.

Die Unterstützung von Ecclestone war Mosley sicher
 
Immer wieder konnte er sich der Unterstützung von Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone sicher sein, dem der Mitbegründer des March-Rennstalls schon in den 70-er Jahren als Rechtsberater diente. So überstand er auch eine erste "Palastrevolution" der Teamchefs Ron Dennis, Eddie Jordan und Frank Williams Ende 2000.

Doch sein beim Amtsantritt gegebenes Versprechen, "die Zeit der Pannen und Skandale ist vorbei", war längst nicht mehr zu halten. In der spektakulären "Spionage-Affäre" um gestohlenes Ferrari-Datenmaterial trat Mosley 2007 als unerbittlicher Kläger und Richter auf. Das McLaren-Team um seinen Erzfeind Dennis musste schließlich die Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar berappen.

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