Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Monaco - 2021 Motorsport Images
Mick Schumacher - Haas F1 - Formel 1 - GP Monaco - 22. Mai 2021
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Mick Schumacher - Haas F1 - Formel 1 - GP Monaco - 22. Mai 2021 55 Bilder

Mercedes in zwei Welten: Hamilton lässt Frust ab

Mercedes in zwei Welten Hamilton lässt Frust ab

GP Monaco

Ein lachendes, ein weinendes Auge bei Mercedes. Valtteri Bottas fuhr im Monaco-Quali Platz drei, Lewis Hamilton nur Platz sieben. Klar, dass Hamilton genervt war. Man bekam die Reifen nicht auf Temperatur.

Nach dem Zeittraining zum GP Monaco waren Valtteri Bottas und Lewis Hamilton in zwei verschiedenen Galaxien unterwegs. Der eine spekulierte auf die Pole-Position, der andere war einfach nur gefrustet. Platz drei für den Finnen und Platz sieben für Hamilton bedeutete verkehrte Welt. Ist der siebenmalige Weltmeister doch einerseits nicht gewohnt, dass ihn der Teamkollege schlägt und andererseits nicht von so weit hinten starten zu müssen. Und das ausgerechnet in Monaco, wo Überholen eine Kunst ist.

Bottas schielte auf Pole

Das Fazit am Samstagnachmittag hätte entsprechend nicht unterschiedlicher ausfallen können. Bottas gab zu Protokoll: "Ich denke, wir haben im Laufe des Wochenendes gute Fortschritte mit dem Auto gemacht, im Qualifying waren wir definitiv glücklicher damit." Bottas hatte sogar das Gefühl, dass er ohne die rote Flagge, die durch den Unfall von Charles Leclerc kurz vor Schluss ausgelöst wurde, noch ganz nach vorne hätte fahren können.

Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Monaco - 22. Mai 2021
xpb
Valtteri Bottas hoffte auf die Pole-Position.

Auf der anderen Seite der Garage hörte sich das ganz anders an. "Wir haben nach dem dritten Training viele Änderungen gemacht, denn das war ein Desaster. Es ging in die komplett falsche Richtung", meinte Hamilton. Am Donnerstag hatte er hingegen noch die Hoffnung, in den Top 3 mitkämpfen zu können.

Briefing mit Ingenieuren

Dabei ging es bei den Problemen vorwiegend um die Reifen. Ferrari und Red Bull bekamen sie offensichtlich schneller auf Temperatur. In Monaco kommt all das zusammen, was Mercedes Kopfzerbrechen bereitet: kalte Temperaturen und keine schnellen Kurven. "Wir haben das als Team nicht hinbekommen", meinte Hamilton. Mit seinen Ingenieuren wolle er noch intensive Gespräche führen, denn "es sind Dinge nicht getan worden, die hätten getan werden müssen." Um was es dabei genau geht, wollte er nicht sagen, sondern meinte, das müsse man intern besprechen.

Das Briefing lief offenbar gut. Denn Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagte: "Es war sehr produktiv. Das sind die Tage, an denen wir am meisten lernen. Wir haben Lewis nicht das richtige Auto hingestellt, um Vertrauen aufzubauen und Grip zu haben." Nach ersten Erkenntnissen, ging es um die Reifentemperatur. Dass sein Schützling deutliche Worte gefunden hat, um seinem Ärger Luft zu machen, nimmt er ihm nicht krumm. Schließlich sei es andersherum oft genauso.

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Monaco - 22. Mai 2021
Wilhelm
Lewis Hamilton und Valtteri Bottas hatten praktisch identische Autos.

Praktisch identische Autos

Doch was genau hat Bottas dann anders gemacht? "Sie hatten praktisch identische Autos", sagte Wolff. "Aber wie du in den Tag startest, macht viel aus. Valtteri kam gut damit zurecht und war schon in Q1 Schnellster." Läuft es schlecht, findet man sich schnell in der Negativ-Spirale wieder.

Klar, dass man nun auf Chancen im Rennen hofft. Hamilton wünscht sich Regen. "Die Chancen stehen zwar nicht gut, aber es wäre schön", so der Brite. Wolff rechnet damit, dass viele ab Platz 11 mit den Medium-Reifen losfahren und dann länger draußen bleiben. So ergeben sich Strategie-Optionen, weil Ferrari nicht die übliche Monaco-Bummeltaktik ausspielen kann, weil so ein Overcut-Szenario drohen könnte. Und auch man selbst sei bereit, in Sachen Strategie ein Risiko einzugehen.

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