Formel 1-Neubewerbungen

Die Neueinsteiger im Porträt

GP2 Campos Foto: Campos 51 Bilder

Die Liste der Neubewerber für die Formel 1-WM 2010 war lang. Die FIA zählte 15 Interessenten. Nach einer zweiwöchigen Betriebsprüfung blieben drei Rennställe übrig.

auto-motor-und-sport.de stellt die Teams vor, die im nächsten Jahr gegen die Etablierten antreten wollen. Alle drei haben bei Cosworth Motoren bestellt.

Campos Grand Prix
 
Der spanische Rennstall wurde 1998 von Ex-Formel 1-Fahrer Adrian Campos gegründet. Das Team hat an der Formel 3-Euroserie, der A1-Meisterschaft und der GP2 teilgenommen, dabei sechs Fahrer- und fünf Markentitel gewonnen. Im letzten Jahr sammelte kein Team mehr Punkte als Campos. Partner von Adrian Campos ist Meta Image, eine Sportagentur aus Madrid, die sich auf das Ausrichten von Sportveranstaltungen spezialisiert hat. Der Sitz der Geschäftsführung des Teams ist ebenfalls Madrid, während das Technikzentrum in Valencia stationiert ist. Campos lässt 2010 seine Chassis bei Dallara bauen. Der Motor kommt von Cosworth, das Getriebe von Xtrac.

Manor F1 Team
 
Manor Racing gibt es seit 1990. Gründer ist der ehemalige Rennfahrer John Alfred Booth. Der aus Donington stammende Rennstall beschickt die Formel 3 Euroserie und die Formel Renault mit Autos. Als Erfolge stehen 171 Siege und 19 Meistertitel zu Buche. Manor hat zwei Produktionsstätten, eine in Sheffield, die andere in Bicester. Die Autos werden im Haus konstruiert. Man greift dabei auf das Knowhow von Nick Wirths Firma WRL zurück. Wirth baute in den 90er Jahren die Simtek Formel 1-Autos, spezialisierte sich später auf die Indy Racing League und die ALMS-Serie. Er wurde von Manor als Technischer Direktor verpflichtet.

USF1
 
USF1 ist im Gegensatz zu Campos und Manor ein Neueinsteiger im wahrsten Sinne des Wortes. Das Team entstand auf einem weißen Blatt Papier. Initiatoren sind der Journalist Peter Windsor und der amerikanische Konstrukteur Ken Anderson, der auch als Teamchef auftreten wird. Anderson ist seit 30 Jahren im Motorsport tätig. Er hat Siegerautos für das 500 Meilen-Rennen von Indianapolis gebaut, war in der Formel 1 bei Ligier als Technischer Direktor tätig, und er baute in den USA den Windshear Windkanal auf, eine der besten Anlagen der Gegenwart. McLaren, Ferrari und Renault hatten im letzten Jahr mehrmals Windshear benutzt, weil sie dort mit einem Originalauto Versuche fahren können. Windsor hat ebenfalls Erfahrung in seiner neuen Funktion als Teammanager. Er war mehrere Jahre bei Williams angestellt und betreute Nigel Mansell und Carlos Reutemann.

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