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Nico Hülkenberg im Interview

"Ich setze mich nicht unter Druck"

Nico Hülkenberg Foto: Williams F1 10 Bilder

Zum Beginn seiner Formel 1-Karriere hätte sich Nico Hülkenberg sicher etwas weniger Action gewünscht. Ein Dreher und ein Crash verhinderten bei den ersten beiden Rennen ein gutes Ergebnis. Der Rookie blickt dennoch positiv in die Zukunft, wie er im Interview erklärt.

Haben Sie Ihren Frust wegen des Ausscheidens beim Großen Preis von Australien kurz nach dem Start inzwischen schon verdaut?
Hülkenberg: Ja, so was muss man schnell abhaken und nach vorne schauen.

Wie fühlen Sie sich bislang generell in der Formel 1 nach zwei Rennen?
Hülkenberg: Es ist die erwartet große Herausforderung. Ich konnte kaum testen, was die Sache nicht erleichtert. Ich will einfach weiter an mir arbeiten. Aber es macht sehr viel Spaß und ist mein Traumjob.
 
Nehmen Platzhirsche wie die Weltmeister Michael Schumacher, Fernando Alonso, Jenson Button und Lewis Hamilton Sie überhaupt wahr oder müssen Sie sich in dieser extremen Leistungsgesellschaft erst Ihre Daseinsberechtigung verdienen?
Hülkenberg: Sie wissen natürlich, wer ich bin und dass ich jetzt auch mitfahre. Aber es ist nicht so, dass wir in regem Kontakt sind.
 
Sind oder waren Sie ein Fan von einem dieser Champions oder haben Sie ein anderes Idol?
Hülkenberg: Von allen Sportlern der Welt imponiert mir Roger Federer am meisten.
 
Sebastian Vettel ist so alt wie Sie, aber bereits Vize-Weltmeister und fünffacher Grand-Prix-Sieger. Kommt da ein bisschen Neid auf?
Hülkenberg: Nein, absolut gar nicht. Sebastian ist früher in den Formelsport gewechselt und deshalb jetzt auch schon weiter. Für mich war mein Weg absolut ideal - ich würde es wieder genauso machen.
 
Ist Rubens Barrichello, der mit Abstand erfahrenste Pilot im Feld, mehr Teamkollege, Rivale oder Lehrmeister für Sie?
Hülkenberg: Die Bezeichnung Teamkollege umfasst alles auf einmal. Ich versuche, vieles von ihm zu lernen, von seiner Erfahrung zu profitieren. Ich will ihn natürlich auch mal schlagen, aber das ist klar, dass das nicht so einfach geht. Er ist immer noch sauschnell.
 
Schauen Sie sich von Barrichello oder den Super-Stars Schumacher und Alonso viel ab?
Hülkenberg: Von Rubens ja, denn da habe ich Einblick in die Daten und seine Arbeitsweise. Bei anderen Fahrern ist das etwas anderes.
 
Was ist Ihr Minimalziel für Malaysia?
Hülkenberg: Ich setze mich da nicht unter Druck, indem ich mir irgendwelche Platzierungen vorgebe. Ich will einfach so gut wie möglich meinen Job erledigen, und dann sehen wir schon, was dabei rausspringt.
 
Was wünschen Sie sich für Ihre erste Saison?
Hülkenberg: Das Team voran bringen, viel dazulernen, mich etablieren und weiterentwickeln, den Grundstein für eine lange Formel-1-Karriere legen.
 

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