Formel 1-Plätze 2008 sind vergeben

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Update ++ Ex-BAR-Teamchef David Richards und seine Firma Prodrive ergattern den einzigen freien Platz in der Formel 1-Saison 2008. Richards will nichts bestätigen, aber die abgelehnten Bewerber verraten, dass Prodrive den Zuschlag erhält.

Eigentlich wollte die FIA bis zum 28. April mit der Verkündung warten, wer 2008 an der Formel 1 teilnehmen darf. Doch die Sporthoheit verschickte an die elf aktuellen GP-Teams bereits Briefe, in denen ihnen die Teilnahme zugesagt wird.

Nun sickerte auch durch, dass David Richards in dem auf zwölf Teams begrenzten Starterfeld den einzig freien Startplatz erhält. Der ehemalige Rallye-Beifahrer besitzt im englischen Banbury eine große Fabrik, die neben Werkseinsätzen in der Rallye-WM (Subaru) und im GT-Sport (Aston Martin) auch Entwicklungsarbeit für Serien-Autos betreibt. Richards wollte die Nachricht weder bestreiten noch bestätigen: "Wir haben Gerüchte über herumfliegende Briefe gehört, aber die formale Ankündigung kommt nächsten Freitag, und bis dahin halten wir die Luft an und warten."

Der frühere Minardi-Besitzer Paul Stoddart bestätigte der "Autosport", dass er eine Absage von der FIA erhalten habe. Der Australier gibt sich enttäuscht, will aber die Flinte noch nicht ins Korn werfen: "Es ist erst vorbei, wenn die dicke Lady singt." Auch Jeean Alesi und sein Sponsor Direxiv erhielten bereits eine Absage: "Darin steht auch, dass Prodrive der Gewinner ist", sagt Alesi.

Motorenpartner Cosworth?

Richards, der als Teamchef bei BAR bereits Formel 1-Luft schnupperte, ließ schon zu Jahresbeginn verlautbaren, dass er gern wieder in die Formel 1 zurückkehren wolle. Erst in der vorletzten Woche präsentierte sein Unternehmen Prodrive das Modell einer neuen Technologie-Fabrik, die auch einen Formel 1-Rennstall beheimaten könnte. Angeblich zog Richards Subaru-Teamchef David Lapworth im März vom Rallyesport ab, um ihn mit dem Aufbau eines Formel 1-Projekts zu betrauen. Laut der britischen "Autosport" verhandelt Richards bereits mit Cosworth, um einen Motorenpartner an Land zu ziehen.

Mit der Vergabe an Richards schauen gestandene Formel 1-Größen wie Eddie Jordan oder die Ex-Fahrer Jean Alesi und Eddie Irvine ebenso in die Röhre wie Ex-BAR-Gründer Craig Pollock, der mit den koreanischen Unternehmen Hyundai und Samsung im Rücken als Favorit galt.

Letzte Chance: MF1 kaufen

Die letzte Chance, in den Formel 1-Club aufgenommen zu werden, ist der Kauf eines bestehenden Teams. Das GP2-Team Racing Engineering machte MF1-Besitzer Alex Shnaider bereits ein Angebot, allerdings ohne Erfolg. Shnaider bestreitet heftig, dass er der Formel 1 schon müde sei. Dennoch räumt der Russe ein, er könne sich einen Handel vorstellen, wenn der Preis hoch genug sei.

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