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Formel 1: Sauber

"Wir müssen uns am Mittelfeld orientieren"

Sauber ist immer noch auf der Suche nach Rundenzeit. Das Qualifyingergebnis von Shanghai bestätigt den bisherigen Saisonverlauf. Teamchef Peter Sauber sucht nach Erklärungen. Auf die Spitze fehlen 1,5 Sekunden.

Auch das vierte Abschlusstraining dieser Saison verlief für Sauber enttäuschend. Mit den Startplätzen 15 und 17 für Kamui Kobayashi und Pedro de la Rosa fügt sich das Resultat in den bisherigen Saisonverlauf nahtlos ein. Auf die Spitze fehlen 1,5 Sekunden, auf die direkten Gegner drei bis vier Zehntel.

Rätsel um die verlorene Zeit

Peter Sauber sieht die Plätze im hinteren Mittelfeld realistisch: "Wir hatten für dieses Rennen keine neuen Teile am Auto. Es ist Wunschdenken, wenn man glaubt, dass es grundlos besser gehen sollte."

Trotzdem stellt sich die Frage, warum der Geheimtipp des Testwinters plötzlich so abgestürzt ist. Peter Sauber kann es auch nur zum Teil erklären: "Wir haben bei den Testfahrten sicher nicht getrickst. Die Rundenzeiten sind bekannt, die Benzingewichte zum Teil auch. Wir wissen ungefähr, um wie viel schwerer die großen Teams bei den Tests gefahren sind. Diese Differenz erklärt ungefähr eine halbe Sekunde Zeitunterschied. Der Rest ist uns selbst ein Rätsel."

Problem ist die Aerodynamik

Sauber muss jetzt hoffen, dass die für Barcelona geplanten Aerodynamikänderungen ins Schwarze treffen. "Es geht nicht darum, die vier Topteams einzuholen. Wir müssen uns an ToroRosso, Williams und Force India orientieren." Das Problem des Sauber C29 ist kurz erklärt aerodynamischer Natur. Das Auto produziert nur in einem schmalen Abstimmungsfenster Abtrieb. Ist die Bodenfreiheit zu hoch oder zu niedrig, fehlt es an Anpressdruck. Der neue technische Direktor James Key hat viel Arbeit vor sich. Peter Sauber nahm ihn bei seinem ersten Diensteinsatz in Schutz: "Er kann hier keine Wunder wirken. Wir haben gute Ingenieure, und die versuchen alles, um das Auto schneller zu machen."

Bei den Startplätzen muss Sauber fast auf ein Regenrennen hoffen. Da haben die vorne mehr zu verlieren als die hinten. Der Zigarrenraucher aber warnt: "Regen ist angesichts unserer Startplätze besser. Aber er birgt auch das Risiko, ein noch schlechteres Resultat einzufahren." Nachdem in drei Rennen bislang nur einmal ein Sauber die Zielflagge gesehen hat, steht das oberste Ziel fest: Beide Autos sollten wenigstens über die Distanz kommen.

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