Formel 1-Statistik 2010

Vettel Sieger in fünf Kategorien

GP Japan - Sebastian Vettel Foto: dpa 62 Bilder

Sebastian Vettel wurde verdient Formel 1-Weltmeister. Nicht nur, weil er die meisten Punkte gesammelt hat. Der Red Bull-Pilot hatte auch bei den Siegen, Pole Positions, Führungskilometern und dem Schnitt der Startplätze die Nase vorn.

Der Weltmeister wird nach Punkten gekürt. Der Punktestand allein ist aber nicht immer aussagekräftig. Oft erzählen auch die Zahl der Siege, Pole Positions, schnellsten Runden Führungskilometer, Rennkilometer und der Schnitt der Startplätze eine Geschichte. Nämlich die, wer wirklich der schnellste, konstanteste und zuverlässigste Fahrer war. In fünf der sieben Ranglisten hat Sebastian Vettel die Nase vorn.

Einen Titel teilt sich Vettel mit Fernando Alonso. Den nach Siegen. Die beiden WM-Kombattanten standen jeweils fünf Mal ganz oben auf dem Podest und gewannen damit zusammen mehr als die Hälfte der 19 Rennen. "Wenn Sebastian nicht so viel Pech gehabt hätte, wären es neun Siege geworden", bekräftigt Red Bull-Teamchef Christian Horner. Unter den Siegern tauchen übrigens nur die fünf Herren auf, die über die gesamte Saison um den Titel gekämpft haben.

Vettel im Qualifying knapp vor Webber

Die Zahl der Pole Positions und der Durchschnitt der 19 Startplätze dokumentiert ziemlich deutlich, wer der schnellste Mann dieser Saison war. Vettel räumte zehn Trainingsbestzeiten ab und stand mit einem durchschnittlichen Startplatz von 1.95 virtuell immer in der ersten Reihe. Sein schlechtester Startplatz war Rang sechs in Monza.

Zweiter in den beiden Trainingsdisziplinen ist Mark Webber. Der Australier liegt mit fünf Trainingsbestzeiten und einem Schnitt von 2,79 aber schon deutlich abgeschlagen hinter Vettel. Das täuscht jedoch darüber hinweg, dass der Abstand im Training oft im Hunderstelbereich lag. Addiert man alle 19 Trainingszeiten und bildet die Quersumme, dann kommt Vettel auf eine Zeit von 1.30,273 Minuten. Webbers Qualifikationszeiten liegen im Mittel bei 1.30,324 Minuten. Daraus ergibt sich die durchschnittliche Zeitdifferenz von nur 0,051 Sekunden zugunsten des Deutschen.

Button auf Rang drei bei den Führungskilometern

Auch im Rennen gab der neue Weltmeister meistens den Ton an. Vettel fuhr 2.032,9 der insgesamt 5.739,4 Kilometer an der Spitze des Feldes. Gefolgt von Mark Webber mit 1.444,6 Kilometern. Platz drei ist eine Überraschung. Jenson Button liegt mit 796,3 Führungskilometern vor Fernando Alonso und Teamkollege Lewis Hamilton. Das liegt daran, dass der Weltmeister von 2009 hin und wieder alternative Strategien ausprobierte, später als seine Kollegen die Boxen zum ersten Reifenwechsel ansteuerte und so Führungsrunden erbte.

Die für die Fahrer besonders wichtige Kategorie der schnellsten Rennrunden führen Alonso und Hamilton mit je fünf Auszeichnungen an. Mit Robert Kubica und Vitaly Petrov schmuggelten sich auch zwei Renault-Piloten in die Hitliste der Top 5.

Alonso nur 58 Kilometer unter der Maximaldistanz

Auch in der Tabelle der zurückgelegten Rennkilometer taucht ein Name auf, der mit dem Ausgang der WM nichts zu tun hatte. Toro Rosso-Pilot Jaime Alguersuari belegt Rang vier. Den Pokal der zuverlässigsten Fahrer entschieden die beiden Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa klar für sich. Auf Rang drei folgt immerhin schon Vettel. Trotz seiner beiden Defekte in Australien und Korea, trotz der Kollision mit Webber in Istanbul. Vettel fehlen 279,5 Kilometer auf Alonso. Also fast eine GP-Distanz. Alonsos Leistung ist deshalb so bemerkenswert, weil sie nur 58 Kilometer unter der Maximaldistanz liegt.

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