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F1-Strecke in Bulgarien

Wirbel um geplanten Formel-1-Kurs

Der geplante Bau einer Formel-1-Rennstrecke in Bulgarien sorgt seit Tagen für Wirbel. Wegen seltsamer Machenschaften im Umfeld des Projekts und angeblicher Drohbriefe an die Verantwortlichen wird die Angelegenheit allmählich zur Staatsaffäre.

Irrtümlicherweise wurde das Partnerunternehmen Emirates Associated Business Group (EABG) aus Abu Dhabi als staatliche Firma und dessen Präsident Mohamed Abdul Jalil Al Blouki als Mitglied der im Emirat regierenden Familie vorgestellt. Bulgariens Außenminister Nikolaj Mladenow sagte dazu, er hoffe, dass sich die "Situation nicht auf die Beziehungen mit anderen arabischen Staaten" auswirke.

Drohung und Erpressung?

Ein nach Bulgarien gereister Vertreter der EABG erhielt per E-Mail ein Angebot, dass für 94 Millionen Dollar (etwa 73 Millionen Euro) die Missverständnisse ausgeräumt werden könnten. Ein weiteres Schreiben enthielt Drohungen gegen seine Tochter, die ihn nach Sofia begleitete und daraufhin sofort das Land verließ, wie heimische Medien am Montag (6.9.) berichteten.

Bulgariens Innenminister Zwetan Zwetanow sagte nach ersten Ermittlungen, dass beide Schreiben "nicht mit einer kriminellen Tätigkeit in Zusammenhang gebracht werden" sollten. Dabei handle es sich "viel mehr um einen Scherz" zweier im Ausland lebenden Bulgaren. Diese seien IT-Spezialisten und Formel-1-Fans.

200 Millionen Euro für F1-Strecke in Sofia

EABG-Chef Al Blouki und Bulgariens Wirtschaftsminister Trajtscho Trajkow hatten in der vergangenen Woche ein Abkommen unterzeichnet, das unter anderem den Bau eines Formel-1-Kurses nahe der Hauptstadt Sofia vorsieht. Dieser soll nach Medienangaben 200 Millionen Euro kosten.

Das Unternehmen aus Abu Dhabi soll für den Bau der Rennstrecke samt Infrastruktur mit Hotels aufkommen. Bulgarien stellt das Gelände des einstigen Militärflughafens Dobroslawzi 15 Kilometer westlich von Sofia. Das Balkanland soll 2012 erstmals einen Grand Prix ausrichten.

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