Formel 1-Finanzcheck

Williams genießt größtes Vertrauen

Die Zahlungsmoral der Formel 1-Teams lässt zu wünschen übrig. Nach einer aktuellen Studie lassen sich vor allem die großen Rennställe mit dem Begleichen von Rechnungen Zeit. Am besten schneidet Williams F1 ab.

Zulieferer für Formel 1-Teams sollten sich nicht auf die gute Zahlungsmoral der Rennställe verlassen. Wie der Wirtschaftsinformationsdienst D&B in seinem regelmäßigen Finanzcheck unter den zwölf F1-Rennställen herausgefunden hat, kann es durchschnittlich mehr als zwei Wochen länger als vereinbart dauern, bis die Beträge auf dem Konto gutgeschrieben sind.

Williams lässt Top-Teams hinter sich

Nach den Untersuchungsergebnissen habe sich das Finanzgebaren in den letzten Monaten sogar verschlechtert. Vor allem die hohen Investitionen würden die Bilanzen der großen Rennställe belasten. Zwar verfügen Teams wie Ferrari, McLaren oder Renault über eine gute Finanzbasis, die teilweise stark verspätet bezahlten Rechnungen wirken sich allerdings negativ auf das Gesamtergebnis aus.

Ganz vorne im Klassement rangiert ausgerechnet ein kleines Privatteam. Der in Grove beheimatete Traditionsrennstall Williams konnte sich in den letzten Monaten dank hoher Bonität und ehrgeizigem Schuldenabbau ein Topscoring von 100 Punkten im so genannten D&B F1-Index erarbeiten. Genau wie Williams steht auch der zweite Ex-Partner von BMW gut da. Das solide Schweizer Gebahren von Sauber scheint für einen Vertrauensvorschuss bei den Lieferanten zu sorgen, so die Analyse.

Noch keine Daten zu den Neulingen

Ganz am Ende des Feldes liegt wie zuletzt Force India. Wie die D&B-Studie herausgefunden hat, zeigte der Rennstall des indischen Unternehmers Vijay Mallya zuletzt jedoch starke Verbesserungen, nicht nur sportlich auf der Rennstrecke sondern auch was das Vertrauen der Lieferanten betrifft. Allerdings nennt die Studie keine aktuellen Zahlen, wie lange Zulieferer auf die Zahlung warten müssen. Zuletzt waren es noch mehr als zwei Monate.

Auch zu den drei neuen Teams gebe es noch keine verlässlichen Daten. Eine Einschätzung zum Finanzgebaren sei deshalb noch nicht möglich. Der Spitzenreiter vom Ende der vergangenen Saison ist übrigens nicht mehr dabei. Damals hatte Toyota den Index noch angeführt

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