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F1 Test Valencia Tag 1
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Formel 1-Test Valencia: Michael Schumacher

Gefühle wie beim ersten Test 1991

Michael Schumachers erster Testtag fand praktisch unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Heimkehrer sprach kurz nach Ende des ersten Testtages inmitten einer riesigen Menschentraube mit den TV-Anstalten. Dann verschwand er wortlos im Motorhome.

Noch nie hatte die Rennstrecke von Valencia so einen Medienansturm erlebt. 300 Journalisten und Fotografen hatten sich akkreditiert. Viele auch, weil Michael Schumacher sein Comeback in einem Formel 1-Auto gab. Doch die meisten wurden enttäuscht. Michael Schumacher sprach Schmalspur. Seine Statements inmitten einer riesigen Menschentraube waren nur für die TV-Reporter zu hören, die sich mit ihren Kameras in die erste Reihe gedrängelt hatten. Zu mehr Informationspflicht war der siebenfache Ex-Weltmeister nicht bereit. Er entschuldigte sich damit, zuviel Arbeit zu haben.

Schumacher mit erstem Tag zufrieden

Irgendwann sickerte durch, dass Schumacher mit dem ersten Testtag zufrieden war. "Es gab keinerlei Probleme mit dem Auto, der Sitz passte auf Anhieb, und die Rundenzeiten waren konstant. Auch der Nacken ist perfekt." Dann fuhr der 41-jährige fort: "Ich fühle mich absolut wohl. Alles ging wie von selbst. Ich fühlte mich wie zu Beginn meiner Karriere 1991, als ich die ersten Runden fuhr. In der ersten Runde dachte ich: Wow, das ist schnell. In der zweiten kam die Begeisterung."
 
Man merkte es dem neuen MercedesGP-Fahrer an: Da hat ein großer Junge sein Spielzeug zurückbekommen. Die Einschätzung seiner Rundenzeit von 1.12,947 nach 40 Runden blieb anderen vorbehalten. Sind die sechs Zehntel Vorsprung auf Teamkollege Nico Rosberg repräsentativ. Mercedes-Sportchef Norbert Haug relativierte: "Nico hatte Probleme mit dem Sitz, und als Michael fuhr, war die Strecke schneller."
 
Auch Teamchef Ross Brawn nahm Rosberg in Schutz: "Er wurde unter Wert geschlagen. Wir wissen, wieviel Benzin die Fahrer an Bord hatten. Daran und an Nicos Problemen mit der Sitzposition gemessen, ist er eine gute Zeit gefahren." Und was sagt das Superhirn zu seinem Superstar: "Michaels guter Einstand war für mich keine Überraschung. Es hätte mich eher erstaunt, wenn er Probleme gehabt hätte." Der 91-fache GP-Sieger begeisterte auch die Ingenieure: "Seine Präzision, mit der er beschreibt, was im Auto passiert, ist unerreicht."

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