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F1 Test Valencia Tag 1
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Formel 1-Test Valencia: Zusammenfassung Tag 1

Massa vor de la Rosa und Schumacher

Die Reihenfolge des ersten Testtages von Valencia hätte im Wettbüro gute Quoten gebracht. Zwei Fahrer, die im Oktober 2006 ihr letztes Rennen fuhren, landeten unter den ersten Drei. Felipe Massa sicherte sich den Tagessieg vor Pedro de la Rosa und Michael Schumacher.

Der erste Testtag von Valencia nach drei Monaten Winterpause endete mit einer kleinen Überraschung. Pedro de la Rosa führte bis 20 Minuten vor Schluss mit 1.12,784 Minuten die Rangliste an. Im Schlussspurt markierte Felipe Massa dann mit 1.12,574 Minuten die Tagesbestzeit.

Der Brasilianer hatte sich die Bestzeit offenbar fest vorgenommen, denn er legte im Finale zwischen seinen schnellen Runden immer eine langsame zur Erholung der Reifen ein. Balsam auf die Seele der nach der Pleite von 2009 geschundenen Ferrari-Seelen. Auch in der Anzahl der Runden lag Ferrari mit 102 Umläufen in Front. Die Ferrari-Delegation verschwand jedenfalls mit zufriedenen Gesichtern in das Technikbüro des Transporters. "Das Auto funktioniert. Soviel kann ich sagen", erzählte Felipe Massa.

Bei Sauber war man erleichtert, dass das Auto funktioniert
 
Bei Sauber herrschte Erleichterung. Die neue Ära als Privatteam begann mit der Erkenntnis, dass der neue Sauber funktioniert. Da Pedro de la Rosa vom frühen Morgen an im Vorderfeld zu finden war, sind die Rundenzeiten des Sauber C29 kein Zufallsprodukt. Trotzdem sind Vergleiche mit Vorsicht zu genießen. Der Spielraum unterschiedlicher Spritladungen reicht von fünf bis 165 Kilogramm. Da ist es leicht, auf dem Zeitendiagramm eine gute Figur zu machen, wenn die Spritmenge nach unten korrigiert. Sauber ist allerdings nicht dafür bekannt, mit Showzeiten zu glänzen.
 
Bei MercedesGP gab es den einzigen Fahrerwechsel des Tages. Teamchef Ross Brawn wollte am Ende des Tages zwei Eindrücke statt nur einen hören. Nico Rosberg stieg nach 39 Runden aus, um Michael Schumacher das Cockpit zu überlassen. Und der brauchte nur 18 Runden, um die Zeit seines um 16 Jahre jüngeren Kollegen zu unterbieten. Mit 1.12,947 Minuten lag der Heimkehrer deutlich unter der Vorgabe von Rosberg mit 1.13,543 Minuten. "Hat jemand etwas anderes erwartet?", fragte Williams-Testchef Dickie Stanford eine Garage weiter in die Runde.

Schumacher war schneller als Rosberg
 
Mal abgesehen davon, dass beide Mercedes-Fahrer mit unterschiedlichen Programmen auf die Strecke gingen und am Ende des Tages die Strecke in idealem Zustand war, kann man Schumachers Zeit als erste Kampfansage verstehen. Rosberg kann sich damit entschuldigen, das für ihn die Sitzposition nicht ideal ist: "Ich sitze zu tief und sehe die Straße nicht optimal."
 
Schumacher beeindruckte mit der Konstanz seiner Rundenzeit. Der siebenfache Ex-Weltmeister schien Zeit von 1.13 Minuten geradezu aus dem Handgelenk zu schütteln. Kurz vor dem Ende sorgte ein Abkürzer des Kerpeners für einen Lacherfolg. Obwohl Schumacher nur langsam um den Kurs rollte, notierte der MercedesGP-Pilot  eine Fabelzeit von 1.08,769 Minuten. Sie verschwand nach 30 Sekunden wieder von den Bildschirmen.
 
McLaren-Testpilot Gary Paffet spulte 86 Runden mit dem neuen McLaren-Mercedes ab. Der Engländer hatte die ersten Runden am Morgen dominiert, war dann aber auf seiner Zeit von 1.13,846 Minuten stehen geblieben. Das lässt vermuten, dass am Nachmittag mit mehr Sprit gefahren wurde. Morgen greift Lewis Hamilton ins McLaren-Lenkrad.

Rubens Barrichello sorgte für rote Flaggen

Rubens Barrichello sorgte für die erste und einzige rote Flagge des Tages. Der WM-Dritte des Vorjahres parkte seinen Williams am Rande der Strecke. Sein Tagespensum: 75 Runden. Williams hatte schon vorher eine Stunde verloren, um den Auspuff zu tauschen. Der sitzt bei dem Cosworth-V8 so kompliziert, dass zur Demontage der Unterboden abgeschraubt werden muss. Seine Zeit von 1.14,449 Minuten bedeutete zwar nur Rang sechs, doch Williams verwendete viel Zeit darauf, den Verschleiß der Bremsen mit hoher Spritladung zu testen.
 
Der neue Renault war am ersten Tag so langsam wie er aussieht. Auch das muss nichts heißen. Doch mit 1.15,000 Minuten lag Robert Kubica 2,4 Sekunden hinter der Musik und belegte den letzten Platz.
 
ToroRosso brachte der erste Tag mit dem neuen Auto eine Ernüchterung. Das Auto stand die meiste Zeit in der Box. Sebastien Buemi schaffte nur 18 Runden. "Wenn ich anfange schnell zu fahren, springen die Gänge raus", klagte der Schweizer, der mit 1.14,782 Minuten trotz des eingeschränkten Pensums noch die vorletzte Zeit schaffte. ToroRosso hat das Getriebe selbst gebaut und bezahlt noch Leergeld.

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