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Formel 1-Testfahrten in Valencia

Felipe Massa: Der Unfall ist abgehakt

Felipe Massa gab die Antwort auf seine Zweifler mit dem Gaspedal. Der Brasilianer fuhr am ersten Testtag in Valencia die meisten Runden, und er stand am Ende ganz oben in der Rangliste. Sein Horror-Unfall von Ungarn, der ihn fast das Leben gekostet hätte, ist endgültig abgehakt.

Felipe Massa strahlte über sein Bubengesicht. Auch wenn er selbst immer an sein Comeback geglaubt hatte, so war es dennoch der letzte Beweis, dass er wieder ganz der Alte ist. Auch wenn die Rundenzeiten in der frühen Testphase wenig aussagen, in seinem Fall haben sie eine Bedeutung. Der Vize-Weltmeister von 2008 ist wieder zurück im Geschäft. Und außer der Erinnerung an Budapest 2009 ist nichts mehr zurückgeblieben, was Massa stoppen könnte.

Massa hatte bei seinem Comeback keine Angst

"Ich hatte null Angst. Es ist schön, zurück zu sein, nach einer so langen Zeit als Zuschauer. Der erste Platz gibt mir das Gefühl, wieder konkurrenzfähig zu sein. Alle meine Schritte zurück ins Rennfahrerleben verliefen reibungsloser als ich dachte. Ich hatte schon ein gutes Gefühl, als ich im Winter den alten Ferrari fuhr."
 
Für Ferrari ging es beim Testauftakt in Spanien um mehr. Nach der verkorksten Saison 2009 waren alle im Team gespannt, wie sich der neue Ferrari F10 beim ersten Kräftemessen mit der Konkurrenz anfühlt. "Ich habe schon am ersten Tag ein besseres Gefühl als im letzten Jahr", jubelte Massa. "Das Auto ist einfacher zu fahren, es reagiert logischer auf Setup-Änderungen, es ist unproblematischer in der Balance."

Der Diffusor wird entscheidend sein
 
Der Brasilianer hat sich auch die Zeit genommen, die Autos der Konkurrenz zu studieren. "Es scheint so, dass alle in eine ähnliche Richtung entwickelt haben. Ich sehen viele hohe Nasen und ähnliche Aerodynamiklösungen. Aber das wichtigste Detail ist immer noch der Diffusor. Und den kann im Detail keiner sehen. Deshalb müssen wir abwarten, was die Testfahrten noch bringen."
 
Auch mit der neuen Reifengeneration von Bridgestone ist Massa zufrieden. "Sie lassen sich viel schneller auf Temperatur bringen." Bridgestone hat über den Winter Mischungen gebacken, die in einem niedrigeren Temperaturbereich arbeiten. Das ist für all jene Teams ein Geschenk, die in der Vergangenheit ein Problem hatten, die Reifen aufzuheizen. Und das waren Ferrari, BrawnGP und BMW-Sauber.

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