Formel 1-Zukunftspläne

Aserbaidschan rein, Deutschland raus?

Red Bull Showrun 2012 Aserbaijan Coulthard Foto: Red Bull 37 Bilder

Bernie Ecclestone schraubt bereits an den Formel 1-Kalendern für 2015 und 2016. Nach Aussage des Chefvermarkters wird Aserbaidschan bald auf die F1-Landkarte kommen. Für das Rennen auf dem Nürburgring sieht es dagegen schlecht aus.

Willkommen in der neuen Formel 1-Welt. Seitdem die Formel 1 von Finanzjongleuren geführt wird, zählen Tradition und Historie nicht mehr viel bei der Vergabe von Grand Prix-Rennen. Um die Zielvorgaben von Investor CVC zu erfüllen, muss F1-Boss Bernie Ecclestone zusehen, dass die Dollars bei sinkenden Zuschauerzahlen auf andere Weise reinkommen.

Dem Briten bleibt nur, die Einnahmen durch die Erhöhung der Grand Prix-Gebühren zu steigern. In Zeiten von Wirtschaftskrise und Subventionsstopps in der westlichen Welt ist das allerdings nicht so einfach. Der F1-Zampano muss andere Partner finden und sucht deshalb die Expansion in neue Länder. Nach den Pleiten mit dem GP Türkei, dem GP Korea und dem GP Indien hat Ecclestone nun offenbar eine neue Spielwiese gefunden.

GP Aserbaidschan kommt 2015 oder 2016

Schon 2014 kommt Russland mit dem Rennen in Sochi auf die Formel 1-Landkarte. Schon kurz danach könnte mit dem GP Aserbaidschan auch der südliche Nachbar Russlands zum auserwählten Zirkel gehören. In der britischen Daily Mail erklärte Ecclestone: "Wir werden in Aserbaidschan fahren. Die Leute dort reden bereits über ein Rennen im Jahr 2015. Das ist glaube ich etwas früh - wenn es nicht an das Ende der Saison gelegt wird. 2016 klingt etwas wahrscheinlicher."

Angeblich hat Ex-Renault-Teamchef Flavio Briatore mitgeholfen den Deal einzufädeln. Viel Renn-Tradition kann die ehemalige Sowjet-Republik allerdings nicht vorweisen. 2012 wurde in der Hauptstadt Baku zum ersten Mal ein internationales GT-Sportwagen-Rennen ausgetragen. 2013 war ein 4,3 Kilometer langer Stadtkurs in Baku Teil der FIA GT-Meisterschaft.

Fliegt der Nürburgring aus dem Kalender?

Wenn Aserbaidschan kommt, müssen natürlich andere weichen. Auch Indien, Mexiko und das Rennen in New Jersey wollen in den Kalender aufgenommen werden. Am Ende ist es wohl eine Frage des Geldes. Und da sieht es aktuell besonders schlecht aus für den Nürburgring. Die Rennstrecke in der Eifel kann nach der Pleite nicht mehr auf staatliche Subventionen hoffen.

Gerne hätte Ecclestone den Nürburgring selbst gekauft, um den Grand Prix zu sichern. Aber offenbar war das Gebot des 83-Jährigen zu gering. Gegenüber dem britischen Finanz-Portal "CityAM.com" erklärte der F1-Boss: "Der Grand Prix von Deutschland steht vor Problemen, weil sie kein Geld haben. Früher wurde das Rennen von der öffentlichen Hand unterstützt, aber mittlerweile verbietet die Europäische Kommission Subventionen für solche Dinge." Da Hockenheim offenbar nicht bereit ist, den Grand Prix jedes Jahr auszutragen, könnte Deutschland schon 2015 aus dem Kalender gestrichen werden.

In unserer Fotogalerie haben wir einige Bilder vom Red Bull-Showrun in Aserbaidschan 2012 und Fotos weiterer spektakulärer F1-Reisen in neue Länder.

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