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Formel Schmidt GP Aserbaidschan 2021

Formel Schmidt GP Aserbaidschan 2021 Der alte Vettel ist zurück

GP Aserbaidschan

Max Verstappen hatte den Baku-Sieg vor Augen. Dann platzte sein linker Hinterreifen. Pirelli muss Antworten finden. Sergio Perez rettete Red Bull, obwohl er selbst in Schwierigkeiten steckte. Vettel fuhr das zweite Super-Rennen in Serie. In der "Formel Schmidt" gibt es viel zu besprechen.

Wie sagt Lewis Hamilton so schön: Formel-1-Rennen sind keine Sprints, sondern Marathons. Eine Weltmeisterschaft ohnehin. In Baku jedoch warf ein Reifenschaden am Auto von Max Verstappen sechs Umläufe vor Schluss alles über den Haufen. Nach dem Abbruch wurde der Grand Prix zu einem Sprint über zwei Runden – mit stehendem Start. Mit den ganzen Dramen im Finale hätte man eigentlich zwei Folgen unseres F1-Talks "Formel Schmidt" füllen können.

Sergio Perez und Lewis Hamilton standen in der ersten Reihe. Sebastian Vettel neben Pierre Gasly in der zweiten. Dahinter Charles Leclerc und Yuki Tsunoda. Die ersten 137 Meter fällten die Entscheidung um den Rennsieg. Hamilton verschob im Eifer des Gefechts die Bremsbalance. Offenbar von 51 auf 86,5 Prozent an der Vorderachse. Der Weltmeister segelte mit stehenden Vorderrädern in den Notausgang. Perez siegte, obwohl ein Ausfall drohte. Red Bull zitterte um die Hydraulik in seinem Auto.

Max Verstappen - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2021
Motorsport Images
Max Verstappen verfluchte den Reifenschaden hinten links.

Podest-Fahrer glänzen

Der Schlussspurt war die Folge eines Reifenschadens beim eigentlich sicheren Sieger. Verstappen verfluchte die Pirellis. Ohne den Abflug bei weit über 300 Stundenkilometern wäre ihm der erste Erfolg in Baku nicht zu nehmen gewesen. So wartet der Red Bull-Star weiter auf sein erstes Podest auf der Rennstrecke am Kaspischen Meer. Seinen Vorsprung in der WM hätte Verstappen auf 15 Punkte schrauben können. Ihn schmerzte das verlorene Rennen mehr als Hamilton.

Red Bull hatte das schnellste Auto. Mercedes steckte dagegen in großen Problemen. Die Seriensieger lamentierten, dass der W12 nie wirklich Grip fand. In den Trainings überhaupt nicht, in der Qualifikation und im Rennen im passablen Rahmen. Hamilton fasste Vertrauen, Valtteri Bottas nicht. Was haben die Ingenieure für Erklärungen? Haben Sie überhaupt welche? Auch das klären unsere F1-Experten Michael Schmidt und Andreas Haupt in der aktuellen Folge von "Formel Schmidt".

Ferrari war sauschnell auf eine Runde. Im Rennen hielten die roten Autos ihre Geschwindigkeit aber nicht. Alpha Tauri rettete dagegen die Form vom Samstag in den Rennsonntag. Pierre Gasly war wieder einmal zur Stelle, als die Formel 1 ins Chaos stürzte. Der Franzose glänzte, wie Sieger Perez und der Zweitplatzierte Sebastian Vettel.

Der viermalige Weltmeister fährt wie zu besten Zeiten. Er überzeugt durch seinen Überblick; hat das richtige Gespür für die sensiblen Reifen, macht Druck, wenn er es soll, nimmt Tempo raus, wenn er es kann, überholt, wenn es die Situation erfordert. Dieser Vettel macht wieder Spaß. So ist er für Aston Martin ein großer Gewinn. Und nicht nur für sein Team, sondern die Formel 1 allgemein. Wie hat Vettel zu seiner Form zurückgefunden? In der Formel Schmidt haben wir die Antwort.

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