FOTA Monaco dpa
Formel 1 2009
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FOTA-Teams

Diskussionen über neue Regeln

Die Formel 1-Teams wollen bei einem gemeinsamen Meeting noch einmal über die Regeln für die kommende Saison diskutieren. Auf der Agenda steht neben der Punkteverteilung auch das Reifenreglement, die Boxenstopps und die Testtage.

Nur noch knapp zwei Monate Vorbereitungszeit bleiben den Formel 1-Teams bis zum Saisonstart in Bahrain. Die Teams müssen sich dabei nicht nur um die Entwicklung ihrer Autos kümmern, sondern auch einige offene Fragen in Sachen Reglement klären.

Anfang Februar soll es laut Ferrari-Teamchef noch einmal ein Treffen der FOTA geben, bei der verschiedene Vorschläge diskutiert werden und FOTA-Ziele für die Zukunft aufgestellt werden sollen. Auch das umstrittene Punktesystem steht dabei auf der Agenda, über die Boxenstops und das Reifenreglement will man ebenfalls noch einmal sprechen. "Wir wissen zum Beispiel noch nicht, ob die Piloten mit den gebrauchten Reifen aus dem Qualifying auch ins Rennen starten müssen", so Domenicali.

Testreglement soll überarbeitet werden
 
Ein weiterer Punkt, der in Zukunft überarbeitet werden sollte, ist das Testreglement. Nachdem früher nach Belieben getestet werden konnte, gibt es nun nur fünf Testwochen mit jeweils drei Tagen. In der Saison sind weitere Testfahrten nach wie vor untersagt. "Da sind wir wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen", klagt Domenicali. "Vor allem für junge Fahrer ist das ein Problem." Ein Vorschlag sieht vor, dass Neulinge und Ersatzfahrer vor ihrem Debüt einen Extratag zum Eingewöhnen bekommen. Das diene vor allem der Sicherheit, so Domenicali.
 
Auch für die kommenden Jahre hat der Ferrari-Teamchef schon Vorstellungen, was noch geändert werden müsste. "Bis zur Saison 2013 wollen wir ein neues Fahrzeugkonzept mit neuen umweltfreundlichen Technologien." Eigentlich würde man diese Revolution gerne schon früher über die Bühne bringen, allerdings wäre das mit deutlich höheren Kosten verbunden.
 
Die Formel 1 hat aus dem Millionen-Flop KERS gelernt. "Neben den hohen Kosten bestand das Hauptproblem darin, dass die Regeln nicht für alle gleich waren. Einige haben das System eingesetzt und einige nicht. Und die waren trotzdem schneller." Ganz abschreiben will Domenicali das Hybridsystem aber nicht. "2011 könnte es zurückkehren. Wenn es weniger kostet und die gleichen Regeln für alle gelten. Es darf kein Vorteil für die Teams sein, KERS nicht einzusetzen." Auf eine aerodynamische Hilfe müssen die Teams dagegen verzichten. "Der Doppeldiffusor wird wohl ab dem nächsten Jahr eliminiert", erklärt Domenicali.

Ferrari kämpft noch immer mit dem Personalabbau
 
Konstanz bei den Regeln wird es also auch in Zukunft nicht geben. Dabei hat Ferrari noch immer mit den Konsequenzen der letzten Reformen zu kämpfen. Im Zuge der Kostenreduzierung muss das Personal drastisch reduziert werden. "Das ist eine große Herausforderung für uns. Wir müssen unsere Arbeitsweise ändern und uns daran gewöhnen, mit weniger auszukommen."

Ein weiteres Thema, das Ferrari vorantreiben will, ist der fehlende Grand Prix in den USA. "Amerika ist ein wichtiger Markt für uns. Wir wollen unbedingt dorthin zurück. Die Rückkehr nach Kanada war schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung. Wir müssen die beste Lösung für die Veranstaltung finden. Wir haben darüber auch schon mit Bernie Ecclestone gesprochen und werden das Thema weiter forcieren."

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