FOTA-Umfrage

Die Wünsche der Zuschauer

FOTA Logo Foto: FOTA 32 Bilder

Die Vereinigung der Formel 1-Teams hat eine internationale Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, wie die Rennserie für den Zuschauer attraktiver werden könnte. Die Ergebnisse sind überraschend.

In 17 Ländern wurden nicht nur die Formel 1-Fans befragt, sondern auch ganz normal sportinteressierte Zuschauer, wie die Berichterstattung verbessert werden könnte. Aus den Ergebnissen hat die FOTA eine Reihe von Maßnahmen und Vorschlägen hergeleitet, mit denen die Show und die Attraktivität der Rennserie verbessert werden soll.

Die Ergebnissen der Umfrage haben die Teams in fünf Kernaussagen zusammengefasst:
 
Die Formel 1 ist nicht kaputt und sollte nicht "über-repariert" werden:
 
Das aktuelle Rennformat wird nicht als grundsätzlich verkehrt angesehen und muss deshalb auch nicht radikal verändert werden. Die Formel 1 sollte weiterhin leistungsorientiert sein, wobei sich Interesse der Zuschauer vor allem durch die Fähigkeiten der Fahrer, Überholvorgänge und Technologie geschürt wird. Die FOTA schließt daraus, dass das Format nicht künstlich spannender gemacht werden muss, z.B. durch das Umdrehen der Startreihenfolge, Sprintrennen oder sonstige Handicaps.

Die Formel 1 muss zuschauerfreundlicher werden
 
Im Gegensatz zu den meisten anderen Sportarten, konzentriert sich das Hauptinteresse in der Formel 1 auf den Renntag. Durch die globale Verbreitung wird Vereinheitlichung des Zeitplans an einem Rennwochenende allerdings behindert. Nur große F1-Anhänger würden sich auch die Rennen live anschauen, die nicht zu den Hauptsendezeiten starten. Deshalb will die FOTA neue Möglichkeiten schaffen, wie sich Formel 1-Fans umfassend über das Internet und mobile Service informieren können.

Große Veränderungen am Qualifying-Format sind nicht dringend notwendig
 
Die Nachfrage nach alternativen Qualifying-Formaten habe ergeben, dass die Startaufstellung nach Leistung ermittelt werden soll. Auch die Vorstellung, dass ein wenig Glück eine Rolle spielen sollte, wurde von den Zuschauern geäußert. Der schnellste Pilot sollte aber auch nach wie vor von der Pole Position ins Rennen gehen. Daraus folgern die Teams, dass nur kleinere Veränderungen in Zukunft nötig sind. Größere Neuerungen würden die Zuschauerzahl nicht signifikant erhöhen.
 
Veränderungen am Punktesystem
 
Genau wie beim Qualifying soll auch das Punktesystem leistungsorientiert sein. Nach den Wünschen der Zuschauer sollen Grand Prix-Siege aber künftig höher gewertet werden als bisher. Als Maßnahme schlägt die FOTA deshalb vor das Punktesystem zu ändern und die Punkte für den Sieger und den Abstand zum Zweitplatzierten zu erhöhen.

Weiterentwicklung der Boxenstopps und des Nachtankens
 
Laut Umfrage sehen alle Zuschauer in den Boxenstopps einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität eines Formel 1-Rennens. Allerdings seien dabei Reifenwechsel wichtiger als das Nachtanken der Autos. Die Rennstrategien würden nicht zu den wichtigen Gründen gehören, warum man sich ein Rennen anschaut. Deshalb sieht die FOTA kein negativen Auswirkungen, wenn das Nachtanken reduziert wird. Reifenwechsel sollten dagegen nicht weiter automatisiert werden.

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