Robert Kubica - Renault - Formel 1 - Budapest - Test - 2. August 2017 sutton-images.com
Robert Kubica - Renault - Formel 1 - Budapest - Test - 2. August 2017
Robert Kubica - Renault - Formel 1 - Budapest - Test - 2. August 2017
Robert Kubica - Renault - Formel 1 - Budapest - Test - 2. August 2017
Robert Kubica - Renault - Formel 1 - Budapest - Test - 2. August 2017
Robert Kubica - Renault - Formel 1 - Budapest - Test - 2. August 2017 79 Bilder

Budapest F1-Test 2017 (Tag 2)

Kubica schnell und konstant

Robert Kubica ist zurück auf der großen Formel 1-Bühne. Am zweiten Tag der Budapest-Testfahrten durfte der Pole erstmals einen aktuellen Renault fahren. Am Ende stahl ihm aber ein Youngster etwas die Show. Wir haben die Infos und Bilder.

Der Start in die zweite Formel 1-Karriere von Robert Kubica verlief ein wenig holprig. Als der Pilot kurz nach dem Anpfiff der Sitzung in der Früh erstmals die Renault-Box verlassen wollte, blieb er an der Verkleidung der Garageneinfahrt hängen. Der Krakauer riss dabei das Schild von Nico Hülkenberg herunter, dass über dem Tor montiert war. Das Auto überstand die leichte Kollision zum Glück unbeschadet.

Einige spotteten, dass es von der Symbolkraft passender gewesen wäre, wenn er den Namen von Jolyon Palmer unfreiwillig abgebaut hätte. Denn nach dem Test werden die Spekulationen um die vorzeitig Ablösung des Briten sicher noch einmal neue Fahrt aufnehmen. Die Grundlage für den Comeback-Hype legte Kubica mit einer überzeugenden Leistung auf der Strecke.

Noch beeindruckender als die viertschnellste Zeit mit Ultrasoft-Reifen, die nur anderthalb Zehntel über der schnellsten Quali-Runde von Palmer lag, war die Konstanz, mit der der Rückkehrer unterwegs war. Kubica absolvierte im Laufe des Tages mehrere imposante Longruns. Auch Bedenken über seine Kondition konnte der Krakauer entkräften. Am Ende drehte der 32-Jährige 142 Runden, was mehr als zwei Renndistanzen auf dem kurvigen Hungaroring entsprach. Und das bei Temperaturen, die konstant über der 30°C-Marke lagen.

Kubica dämpft Comeback-Euphorie

„Das war ein großartiges Gefühl heute in den R.S.17 zu steigen. Auch die vielen Fans hier an der Strecke zu sehen, war toll“, bedankte sich Kubica anschließend. „Ich habe eine unglaubliche Reise hinter mir, bei der ich mir selbst viele Fragen beantworten konnte. Ich habe viel über die aktuelle Formel 1-Generation gelernt. Da gibt es schon einihe grundlegende Unterschiede zu den Autos, die ich bisher gefahren bin.“

In Sachen Grand Prix-Comeback drückte der Pilot aber auf die Euphoriebremse. „Nach dem Test heute ist es jetzt noch zu früh zu sagen, wie die nächsten Schritte aussehen werden. Jetzt schulde ich erst einmal Renault ein dickes Dankeschön dafür, dass sie diesen Test überhaupt möglich gemacht haben.“

Lando Norris mit beeindruckendem Debüt

Im Schatten des Kubica-Hypes ging der Rest des Testtages fast ein wenig unter. Dabei lohnte sich auch der Blick in die anderen Garagen. Bei Ferrari durften zum Beispiel gleich beide Stammpiloten ran. Sebastian Vettel legte am Vormittag eine beeindruckende Pace auf den Asphalt. In 1:17.124 Min. sicherte sich der Deutsche mit Supersoft-Reifen die Tagesbestzeit. Räikkönen fuhr am Nachmittag 7 Zehntel langsamer, was zu Rang 3 in der Tageswertung reichte.

Dazwischen schob sich ein Youngster, der mit großen Vorschusslorbeeren ans Werk ging. McLaren-Junior Lando Norris fuhr bei seinem Formel 1-Debüt nur zweieinhalb Zehntel langsamer als Vettel und war bei seiner schnellsten Runde sogar schneller als die McLaren-Einsatzfahrer Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne im Qualifying am Samstag.

Allerdings durfte Norris für seine Zeitenjagd (genau wie auch Kubica) die Ultrasoft-Reifen aufschnallen, die am Rennwochenende nicht zur Verfügung standen. Aber selbst unter vergleichbaren Bedingungen mit Supersofts war der Formel 3-Pilot auf einem ähnlichen Niveau unterwegs wie die beiden Stammpiloten. Damit stellte das 17-jährige Supertalent sogar die Leistung von Kubica ein wenig in den Schatten.

Lucas Auer konnte bei seinem zweiten Einsatz diese Woche nicht ganz so glänzen. Der DTM-Pilot lieferte im Force India eine solide und fehlerfreie Leistung ab. Der Österreicher brachte es am Vormittag auf 49 Runden und die siebtschnellste Zeit. Dabei war Auer viereinhalb Zehntel schneller als Formel 3-Pilot Nikita Mazepin, der den VJM10 am Nachmittag übernahm.

Mercedes fährt mit Halo

Mercedes setzte wie schon am Vortag George Russell ins Silberpfeil-Cockpit. Der Nachwuchsmann begann seinen Tag mit einem Halo-Test. Zum ersten Mal probierte damit ein Team den Cockpit-Bügel an einem 2017er Auto aus. Ansehnlicher wurde das Schutz-Gestell dadurch aber auch nicht. Die Ingenieure nutzten die Gelegenheit um Aerodynamik-Daten für die Entwicklung des 2018er Silberpfeils zu sammeln. Nachdem der Halo abmontiert war, setzten die Techniker den Junior vor allem auf Longruns. So kam am Ende nur die achtschnellste Zeit heraus.

In der Galerie zeigen wir Ihnen die Bilder des Tages – mit Kubica, Vettel und Norris.

Ergebnis Budapest F1-Test (Tag 2):

F1 Test Budapest 2017 (Tag 2)

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Sebastian Vettel Ferrari 1:17.124 Min. 40
2. Lando Norris McLaren + 0.261 91
3. Kimi Räikkönen Ferrari + 0.718 60
4. Robert Kubica Renault + 1.448 142
5. Carlos Sainz Toro Rosso + 1.726 68
6. Daniil Kvyat Toro Rosso + 1.992 54
7. Lucas Auer Force India + 2.118 49
8. George Russell Mercedes + 2.267 90
9. Nikita Mazepin Force India + 2.568 48
10. Pierre Gasly Red Bull + 3.213 107
11. Luca Ghiotto Williams + 3.290 161
12. Santino Ferruccci HaasF1 + 3.870 116
13. Nobuhiro Matsushita Sauber + 4.874 121
Motorsport Aktuell Lucas Auer - Force India - Formel 1 - Test - Ungarn - Budapest - 1. August 2017 Leclerc fährt Tagesbestzeit Fotos F1 Test Budapest 2017 (Tag 1)

Kurz vor der Sommerpause absolvieren die Formel 1-Teams noch einen Test in...

Mehr zum Thema Robert Kubica
George Russell - Williams - Barcelona - F1-Test - 28. Februar 2019
Aktuell
Robert Kubica - Formel 1 - 2018
Aktuell
Robert Kubica - Formel 1 - 2018
Aktuell