Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - Test - Ungarn - Budapest - 1. August 2017 sutton-images.com
Robert Kubica - Renault - Formel 1 - Test - Ungarn - Budapest - 1. August 2017
Robert Kubica - Renault - Formel 1 - Test - Ungarn - Budapest - 1. August 2017
Kubica-Fans - Formel 1 - Test - Ungarn - Budapest - 1. August 2017
George Russell - Mercedes - Formel 1 - Test - Ungarn - Budapest - 1. August 2017 69 Bilder

Fotos F1 Test Budapest 2017 (Tag 1)

Leclerc fährt Tagesbestzeit

Kurz vor der Sommerpause absolvieren die Formel 1-Teams noch einen Test in Budapest. Am Ende fuhr Ferrari-Junior Charles Leclerc die schnellste Rundes des Tages. Im Fokus der Fotografen stand aber ein Pilot, der gar nicht im Einsatz war.

Mit der Zielflagge des GP Ungarn hatte sich die Formel 1 schon in die Ferien verabschiedet. Doch für einige Piloten gab es unter der Woche noch einmal einen kleinen Nachschlag. Es stand der letzte Test während dieser Saison auf dem Programm. Für die Ingenieure bietet sich noch einmal die Möglichkeit, wichtige Daten und Kilometer zu sammeln, um sich auf die zweiten Saisonhälfte vorzubereiten.

Leclerc mit neuem Ferrari-Unterboden

Weil die Teams vom Reglement verpflichtet sind, junge Fahrer einzusetzen, wurde der Budapest-Test auch zu einer interessanten Talentsichtung. Zum Auftakt der zweitägigen Session hinterließ vor allem Charles Leclerc einen bleibenden Eindruck. Der Ferrari-Junior zeigte mit der Tagesbestzeit, dass er bereit ist für den Sprung in die Königsklasse.

Seine Bestzeit von 1:17.746 Min. war nur anderthalb Sekunden langsamer als die Pole Position-Runde von Sebastian Vettel – und das mit Soft-Reifen, die eine Stufe härter und damit in der Theorie fast eine Sekunde langsamer waren, als die Supersofts, die Vettel im Qualifying aufgeschnallt hatte. Dabei ging es dem Monegassen gar nicht vorrangig um Zeitenjagd. In der Früh musste das Ausnahmetalent erst einmal einen neuen Unterboden erproben und Aerodynamik-Daten sammeln.

Bottas absolviert Pirelli-Longruns

Stoffel Vandoorne fehlten auf Rang 2 nur 88 Tausendstel zur Tagesbestzeit. Der Belgier war damit sogar einen Tick schneller als bei seiner besten Quali-Runde am Samstag. Allerdings wurde McLaren auch mal wieder von der Technik im Stich gelassen. Kurz vor der Mittagspause musste Vandoorne das Auto auf der Strecke stoppen. Erst um kurz nach 16 Uhr war ein Leck im Antriebsbereich lokalisiert und gestopft.

Rang 3 in der Tageswertung ging an Valtteri Bottas, der für Pirelli neue Reifenmischungen testete. Der Drittplatzierte vom Sonntag spulte mit 155 Runden die größte Distanz aller Piloten ab. Das normale Mercedes-Programm fuhr Youngster George Russell, der auf Position 4 landete und auch immerhin auf 119 Umläufe kam.

Mit Spannung wurde auch das Formel 1-Debüt von Lucas Auer erwartet. Der DTM-Pilot übernahm nach der Mittagspause den Force India von Nikita Mazepin. In den ersten 4 Stunden im F1-Renner ging es für den österreichischen Youngster vor allem darum, sich an das neue Gefährt zu gewöhnen. Die neuntbeste Zeit war nach 54 Runden genausowenig aussagekräftig wie die 2,8 Sekunden Rückstand auf die Tagesbestzeit. Am Mittwoch darf Auer noch einmal ran.

Kubica kehrt zurück ins Fahrerlager

Während die meist jungen Piloten auf der Strecke eine Runde nach der anderen drehten, richtete sich der Fokus vieler Fotografen auf einen Piloten, der schon lange nicht mehr im Einsatz war. Robert Kubica wird erst am zweiten Testtag am Mittwoch bei Renault sein Comeback in einem aktuellem Auto feiern, was dem schnellen Krakauer viel Aufmerksamkeit bei seiner Ankunft im Fahrerlager bescherte.

Robert Kubica - Renault - Formel 1 - Test - Ungarn - Budapest - 1. August 2017
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Man erkennt, wie dünn der Arm von Robert Kubica nach dem Rallye-Unfall ist.

Erstmals wurden auch Detailfotos des lädierten rechten Arms von Kubica geschossen. Nach dem Rallye-Unfall im Jahr 2011 waren die Ärzte kurz davor zu amputieren. Nur durch eine lange und komplizierte Operation konnte der Arm gerettet werden. Auf den Bildern ist gut zu erkennen, wie viel Muskelmasse der Pilot verloren hat. Trotz langer Reha ist die Funktion des Arms immer noch nicht vollständig wiederhergestellt. In der Hand fehlt dem Fahrer immer noch Gefühl, so dass einige Funktionen des Lenkrads, wie zum Beispiel die Kupplung, auf die linke Seite verschoben werden mussten. Kubica besitzt zudem nur noch 40 Prozent der ursprünglichen Kraft im Arm. Trotz der massiven Behinderung scheint der Pilot aber nichts von seinem Speed eingebüßt zu haben. Auch den Aussteigetest der FIA absolvierte der Rückkehrer ohne Probleme. Piloten müssen sich innerhalb von fünf Sekunden aus dem Cockpit befreien können. Nur dann bekommen sie die Freigabe für die Fahrt im F1-Renner.

Mit dem Test in Ungarn wollen die Renault-Ingenieure nun herausfinden, ob der Routinier auch den Anstrengungen eines modernen Formel 1-Rennwagens über die Distanz gewachsen ist. Der Hungaoring gilt als eine der physisch anspruchsvollsten Strecken. Sollte der 32-Jährige den Speed aus seinen ersten Tests mit älteren Autos bestätigen, könnte er ein Kandidat für den Ersatz von Jolyon Palmer in der zweiten Saisonhälfte oder spätestens für 2018 sein.

In der Galerie zeigen wir Ihnen Bilder vom ersten Testtag in Budapest.

Ergebnis Budapest Test Tag 1:

F1 Test Budapest 2017 (Tag 1)

Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1. Charles Leclerc Ferrari 1:17.746 Min. 98
2. Stoffel Vandoorne McLaren + 0.088 71
3. Valtteri Bottas Mercedes + 0.986 155
4. George Russell Mercedes + 1.485 119
5. Lance Stroll Williams + 2.120 137
6. Nikita Mazepin Force India + 2.164 52
7. Nicholas Latifi Renault + 2.556 53
8. Sean Gelael Toro Rosso + 2.595 100
9. Lucas Auer Force India + 2.817 53
10. Santino Ferruccci HaasF1 + 3.439 101
11. Max Verstappen Red Bull + 3.482 58
12. Gustav Malja Sauber + 3.757 108
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