Nico Hülkenberg - Racing Point - Formel 1 - GP England - Silverstone - 31. Juli 2020 Racing Point
Nico Hülkenberg - Racing Point - Formel 1 - GP England - Silverstone - 31. Juli 2020
Nico Hülkenberg - Racing Point - Formel 1 - GP England - Silverstone - 31. Juli 2020
Otmar Szafnauer - Racing Point - Formel 1 - GP England - Silverstone - 31. Juli 2020
Nico Hülkenberg - Racing Point - Formel 1 - GP England - Silverstone - 31. Juli 2020 64 Bilder

F1-Fotos GP England 2020 - Freitag

Der „Hülk“ ist zurück!

Nicht Lokalheld Lewis Hamilton, sondern Nico Hülkenberg war am Trainingsfreitag von Silverstone der Hauptdarsteller. Der Rheinländer ersetzt in England den an Corona erkrankten Sergio Perez. Wir haben die Bilder vom großen Comeback gesammelt.

Es waren hektische Stunden für Racing Point und Nico Hülkenberg. Erst am späten Donnerstagabend herrschte Gewissheit, dass Sergio Perez nicht am vierten Rennwochenende der Formel 1-Saison würde teilnehmen können. Der Mexikaner hat sich mit dem Coronavirus infiziert und befindet sich seit einem positiven Testbefund in Isolation.

Deshalb reaktiviert Racing Point seinen früheren Piloten. Hülkenberg absolvierte in seiner Karriere fünf Saisons für den Rennstall aus Silverstone, der früher Force India hieß. Es musste schnell gehen. Zwischen Anruf und erster Ausfahrt lagen keine 24 Stunden. Dass Hülkenberg das Angebot auf eine Rückkehr nicht ausschlagen würde, war schnell klar. Dann musste der 32-Jährige selbst getestet werden und nach Silverstone reisen.

Nico Hülkenberg - Racing Point - Formel 1 - GP England - Silverstone - 31. Juli 2020
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Nico Hülkenberg ist der gefragteste Mann im Fahrerlager von Silverstone.

Blitzcomeback in Silverstone

Am Freitagmorgen bereitete sich Hülkenberg 45 Minuten im Simulator auf seinen Einsatz im RP20 vor. Erst kurz vor Trainingsbeginn lag sein negatives Corona-Testergebnis, und damit die Freigabe vor. Bevor er erstmals den pinken Rennwagen auf die 5,891 Kilometer lange Strecke lenken durfte, musste Hülkenberg noch einen Test bestehen. Der Rückkehrer musste sich innerhalb von sieben Sekunden ausschnallen, das Lenkrad lösen und aus dem Cockpit klettern. Und innerhalb von 12 Sekunden das Lenkrad wieder befestigen. So verlangen es die Regeln in einem Notfall.

Damit war der Weg frei für Hülkenberg, der 13 Minuten nach Trainingsstart die ersten Kilometer unter die Räder nahm – im Rennoverall und im Zweitsitz von Teamkollege Lance Stroll. Sein eigener Sitz wird erst noch in der Fabrik gebacken. Nach 23 Runden belegte der bald 178-fache GP-Teilnehmer den neunten Platz mit einem Rückstand von 1,1 Sekunden auf die Bestmarke – mehr als respektabel.

Hülkenberg gehörten die Schlagzeilen am ersten Trainingstag von Silverstone. Max Verstappen sicherte sich die erste Bestzeit des Wochenendes auf der Traditionsstrecke. Die Teams nutzten den Auftakt, um neue Teile zu evaluieren. McLaren zum Beispiel hat für den vierten Grand Prix des Jahres Änderungen an Frontflügel, Bargeboards und Unterboden vorgenommen.

Alexander Albon - Red Bull - Formel 1 - GP England - Silverstone - 31. Juli 2020
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Red Bull testete verschiedene Aero-Konfigurationen.

Vettel in Technik-Problemen

Red Bull widmete sich ausführlichen Aerodynamiktests. Dafür wurden die Autos mit Messgittern bestückt. Max Verstappen und Alexander Albon testeten den RB16 in verschiedenen Aerodynamikkonfigurationen, um die Problemzonen zu lokalisieren. Schritt für Schritt wurden dafür die Upgrade-Teile, die in Spielberg erstmals ans Auto gekommen waren, an den Red Bull gebaut. Damit wollte das Team herausfinden, welche Upgrades tatsächlich funktionieren und welche nicht die gewünschten Ergebnisse liefern.

Alfa Romeo vermeldete gleich zu Beginn einen Doppelausrutscher. Erst rodelte Kimi Räikkönen ins Kiesbett, wenig später drehte sich auch Antonio Giovinazzi vom Asphalt. Dabei bremste sich der Italiener die Reifen platt. In der Folge lösten sich Fetzen von der Lauffläche und beschädigten den C39. Gegen Giovinazzi läuft wegen unsicheren Fahrens noch eine Untersuchung der Sportkommissare.

Sebastian Vettel kam im ersten Training vor leeren Tribünen nur wenige Kilometer weit. Nach zwei Runden war Schluss. Der Ladeluftkühler bereitete Probleme und hielten den SF1000 mit der Startnummer 5 in der Garage.

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