Viele Fragen zur Mexiko-Strategie

Grand Prix wird eine Wundertüte

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Mexiko - 31. Oktober 2015 Foto: xpb 65 Bilder

Der GP USA lieferte das beste Rennens des Jahres, weil die Teams unvorbereitet an den Start geschickt wurden. Das Comeback der Formel 1 in Mexiko könnte ähnlich laufen. Es gibt mehr Fragen als Antworten.

Das ist der Reiz einer neuen Rennstrecke. Es gibt keine Daten und Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die Teams müssen vor Ort ihre Erfahrungen machen. Doch das war beim GP Mexiko ein Geduldsspiel. Weil sich die Rennstrecke mit jeder Runde verändert hat. Weil die beiden Reifentypen keine eindeutigen Hinweise gaben, wie sie sich im Rennen verhalten werden. Und weil die Höhe von 2.250 Meter ein Faktor ist, der noch viele Fragezeichen birgt.

Drei Faktoren werden den GP Mexiko entscheiden. Zuerst das Wetter. Die Chance, dass es im Rennen regnet ist, größer als am Samstag. Bei nasser Fahrbahn wird der ohnehin schon rutschige Asphalt zur Eisbahn. Zweitens die Zuverlässigkeit. Die Motortemperaturen und die Bremsen sind in der dünnen Luft am Limit. Die Ingenieure prophezeien viele Ausfälle.

Keine Prognose über die Anzahl der Stopps

Der größte Unsicherheitsfaktor aber sind die Reifen. Der weiche ist schneller, aber er beginnt nach 5 bis 6 Runden an der Hinterachse zu körnen. Das war der Stand vom Freitag. Mit mehr Gummi auf der Fahrbahn könnte der Effekt abgemildert werden.

Sollte es vor dem Rennen noch einmal regnen, werden sich die Verhältnisse vom Freitag wiederholen. Eine völlig grüne Strecke werden wir nicht erleben. "Dazu bräuchte es schon ganz starken Regen", winkt Mercedes-Strategiechef James Vowles ab.

Genauso unbekannt ist, wie lange der harte Reifen hält. Die Longruns am Freitag waren zu kurz, um darüber eine Aussage zu treffen. Außerdem wurden die Dauerläufe ständig von Ausrutschern und kurzen Schauern gestört. Sebastian Vettel legt sich aber wie viele andere fest: "Die harte Mischung ist der bessere Rennreifen." Erleben wir also eine Reifenfolge soft-medium-medium?

Einstopp- oder Zweistopp-Strategie in Mexiko?

Die Strategen trauen sich nicht, eine Prognose über die Anzahl der Stopps abzugeben. "Alles hängt davon ab, wie lange zu Rennbeginn mit den weichen Reifen gefahren wird", meint Williams-Technikchef Pat Symonds. Genauer gesagt: Wann wird das Körnen so schlimm, dass man einen Wechsel auf die harten Reifen riskieren kann, ohne seine Position auf der Strecke zu verlieren? "Je nach Auto dauert es ein bis zwei Runden, bis der harte Reifen in seinem Temperaturfenster ist", erklärt Vowles.

Findet der erste Stopp vor Runde 12 statt, wird es vermutlich ein Zweistopprennen. Kaum einer kann sich vorstellen, dass ein Satz Reifen 59 Runden lang durchhält. Wer es bis zur 20. Runde schafft, wird es vermutlich mit einem Stopp riskieren. Doch Force India-Chefingenieur Tom McCoullough warnt: "Die Wahrscheinlichkeit eines Safety-Cars ist groß. Und das kann alle Strategiepläne über den Haufen werfen."

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