Pascal Wehrlein - GP Aserbaidschan - Formel 1 - 2016 sutton-images.com
Impressionen - GP Aserbaidschan - Formel 1 - 2016
Parc Fermé - GP Aserbaidschan - Formel 1 - 2016
Nico Rosberg - GP Aserbaidschan - Formel 1 - 2016
Grid Girls - GP Aserbaidschan - Formel 1 - 2016 59 Bilder

Frust bei Wehrlein

"Probleme mit Abtrieb, Bremsen und Reifen"

Auch im achten Saisonrennen wurde es nichts mit den angestrebten WM-Punkten bei Manor. Pascal Wehrlein fiel in der 40. Runde mit Bremsversagen aus. Doch das war nur die Spitze des Eisbergs. Der Mercedes-Junior kämpfte erneut mit überhöhtem Reifenverschleiß und einer schlechten Pace.

Die große Euphorie vom Saisonbeginn ist bei Pascal Wehrlein nicht mehr zu erkennen. Mit dem aufstrebenden Manor-Team wollte er eigentlich den Anschluss ans Mittelfeld schaffen und hier und da Punkte einfahren. Doch bislang war es eine Saison voller Enttäuschungen. Wenn mal nichts dazwischen kam, hatte der Rookie zwar Teamkollege Rio Haryanto im Griff, doch von den Top Ten-Plätzen blieb er stets weit entfernt.

Das änderte sich auch in Baku nicht. Dabei hätte die Strecke dem Auto wegen der langen Geraden eigentlich liegen sollen: „Das war echt schade heute“, erklärte Wehrlein anschließend. „Wir hatten uns deutlich mehr erhofft. Zu Beginn war es schwierig mit den Softs. Mit der Pace auf den Medium war ich aber richtig happy. Ich konnte den Vorsprung nach hinten vergrößern und die Lücke auf Ericsson zufahren.“

Unverständnis über Randstein-Regeln

Zum Reifenfrust im ersten Stint kam auch noch Ärger mit der Rennleitung dazu: „Meinem Ingenieur wurde gesagt, dass ich eine Strafe bekomme, wenn ich noch einmal mit allen 4 Rädern über den Kerb in Kurve 8 fahre. Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. In Kurve 12, in der außen der Randstein entfernt wurde, darf man mit allen 4 Rädern über die weiße Linie fahren. Aber 4 Kurven davor darf man die Strecke nur mit 2 Rädern verlassen.“

Am Ende war es egal. Irgendwann spielte die Technik seines Dienstwagens nicht mehr mit: „Mein Bremspedal wurde immer weicher. Ich habe dann mal beim Team nachgefragt, ob es ein Problem gibt. Sie bestätigten, dass die Bremsen vorne ziemlich heiß sind und dass ich sie schonen muss.“

Wehrlein kann Crash verhindern

Der Pilot versuchte noch alles, um die Ziellinie zu erreichen – am Ende ohne Erfolg: „Ich habe die Bremsbalance nach hinten gestellt. Und auf den Geraden habe ich das Auto am Ende rollen lassen, damit ich die Bremsen nicht so verschleiße. Aber es wurde trotzdem immer schlimmer. Eine Runde bevor ich ausgeschieden bin, hat die Bremse angefangen zu vibrieren.“

Wehrlein ging kein Risiko. Nur weil der Youngster sein Tempo extrem drosselte, konnte er einen Unfall verhindern: „Ich bin schon 100 Meter vor dem normalen Bremspunkt vom Gas gegangen und habe dann 100 Meter vor der Kurve gebremst. Doch das Pedal ist einfach durchgeflogen und ich bin nur noch ausgerollt. Hätte ich nicht früher gebremst, hätte ich 100 Meter mehr gebraucht.“

Wehrlein klagt über mangelnde Rennpace

Nach dem ordentlichen Qualifying hatte man eigentlich gedacht, dass Manor in Baku wenigstens auf Augenhöhe mit Sauber und Renault fahren kann. Doch dem war nicht so. „Ich habe mit stumpfen Waffen gekämpft. 10 Runden bevor ich ausgeschieden bin, lag ich auf Position 18 oder 19. Im Rennspeed war Renault und Sauber deutlich schneller als wir“, analysierte der Pilot nüchtern.

„Eigentlich hätte die Strecke die Beste des Jahres für uns sein sollen. Deshalb bin ich enttäuscht und auch etwas frustriert. Wir waren im Rennen nicht konkurrenzfähig. Wir haben Probleme mit den Reifen, Bremsen und Abtrieb. Und Updates sind momentan nicht geplant.“ Auch für Spielberg macht sich Wehrlein keine großen Hoffnungen. Der große Optimismus vom Saisonbeginn ist verflogen.

Motorsport Aktuell Ferrari Neuer Ferrari fertig am 11.Februar Mit neuem Motor in die Zukunft

Für Ferrari hat die Saison 2020 schon begonnen.

Mehr zum Thema Pascal Wehrlein
Ferrari - Simulator
Aktuell
Pascal Wehrlein - DTM - 2018
Aktuell
Toto Wolff & Esteban Ocon - GP Monaco 2018
Aktuell