Fernando Alonso - McLaren - Formel 1-Test - Barcelona - 23. Februar 2016 sutton-images.com

Alonso zum Funkverbot

"Werden mehr nach Plan fahren“

Ausgerechnet Fernando Alonso, der alte Taktikfuchs, steht dem Funkverbot kritisch gegenüber. Er glaubt nicht, dass es dem Fahrer das Kommando zurückgibt. Eher das Gegenteil. Alonso fürchtet, dass der Fahrer weiter entmündigt wird.

Eigentlich müsste sich Fernando Alonso freuen. Die jüngsten Regeländerungen für die Qualifikation, die Reifen und dem Funkverkehr sollten dem intelligenten Fahrer in die Karten spielen. Und Alonso gilt das der Fahrer, der ein Rennen besser lesen kann als jeder andere. Müsste er sich da nicht wünschen, dass jede Form von Coaching eingestellt wird?

Nicht unbedingt. Alonso ist skeptisch: "Die neue Regeln werden in den ersten paar Rennen Konfusion stiften und Fehler provozieren. Vielleicht können am Anfang die profitieren, die mehr Glück haben oder besser für die Regeländerungen vorbereitet sind. Aber schon bald werden die Teams sich darauf einschießen. Und dann ist wieder alles wie vorher.“

Lieber schnelle Autos wie früher

Alonso fürchtet sogar, dass die Fahrer dann weniger zum Erfolg der Mission beitragen können. "Ich will vorab nicht negativ sein. Aber der Schuss könnte am Ende nach hinten losgehen. Das Ziel könnte sich ins Gegenteil verkehren. Wenn wir nicht mehr die Möglichkeit haben, gewisse Dinge mit der Box zu diskutieren, werden viele Teams dazu übergehen, Standardprozeduren vorzuschreiben. Und du wirst dann im Rennen das tun müssen, was am Morgen in der Strategiebesprechung gesagt wurde.“ Alonso wünscht sich deshalb die Autos zurück, die ihn zum Weltmeister gemacht haben. "Rennfahrer werden wieder zu Helden, wenn sie in Autos sitzen, die acht Sekunden pro Runde schneller und anstrengend zu fahren sind. Das Funkverbot bringt die Heldenverehrung nicht zurück.“

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Die K.O.

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