Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP England - Silverstone - 3. Juli 2014 Mercedes
Impressionen - Formel 1 - GP England - Silverstone - 3. Juli 2014
Podium - Formel 1 - GP England - Silverstone - 3. Juli 2014
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Fußball-Fan Rosberg

Ingenieure müssen mit dem Briefing warten

Nico Rosberg will seinen Vorsprung in der WM-Wertung gegenüber Lewis Hamilton ausbauen. Während des Silverstone-Wochenendes könnte der Mercedes-Pilot aber etwas abgelenkt sein. Wir erklären warum.

Nico Rosberg ist momentan zwiegespalten. Auf der einen Seite steht der Grand Prix von England vor der Tür. Gleichzeitig läuft in Brasilien die Fußball-WM. Für den riesigen Fan der Nationalmannschaft ein kleines Dilemma. Nach dem Freien Training am Freitag läuft direkt das Deutschland-Spiel der Nationalmannschaft. Normalerweise sind zur gleichen Zeit die Briefings mit den Ingenieuren angesetzt. "Ich schaue Fußball", stellte Rosberg klar. Die Techniker müssen warten.

Auch die Fans des deutschen Gegners fiebern der Partie in Rio de Janeiro entgegen. Ein französischer Journalist wollte Rosbergs Meinung zu dem "besonderen Match" einholen, worauf der Pilot kess entgegnete: "Für Euch ist es vielleicht etwas Besonderes. Für uns ist es einfach nur ein normales Spiel."

Was die Erfolgschancen der Löw-Elf angeht, ist Rosberg positiv eingestellt. "Wir haben noch gar nicht unseren besten Fußball gezeigt. Ich denke, man muss überlegen, noch ein paar Änderungen vorzunehmen. Gegen Algerien gab es sicher noch Verbesserungspotenzial. Ich habe aber das Gefühl: je stärker der Gegner desto besser spielen wir. Ich bin deshalb sehr zuversichtlich."

Über Facebook hat Rosberg direkt nach dem Algerien-Spiel seine Wunschaufstellung für das Viertelfinale veröffentlicht. Übrigens mit Lahm in der Abwehr. "Da hat es aber direkt Kritik von den einzelnen Fans der Spieler gehagelt", grinst Rosberg. "Dabei wollte ich einfach mal nur meine Meinung abgeben."

Hamilton-Heimspiel nichts Besonderes für Rosberg

Neben dem Fußball gilt am Silverstone-Wochenende aber die ganze Konzentration der Formel 1. Teamkollege Lewis Hamilton will mit seinen Fans im Rücken den Spieß wieder umdrehen. "Ich sehe es eher als ein Heimspiel für Mercedes anstatt für Lewis. Ich versuche ihn zu schlagen - genau wie auf allen anderen Rennstrecken." An einen besonderen psychologischen Heimspiel-Effekt glaubt Rosberg nicht.

Der WM-Spitzenreiter will seine Führung ausbauen. Zuletzt konnte Rosberg Hamilton 3 Mal in Folge hinter sich lassen. "Momentan habe ich einfach das Momentum auf meiner Seite. Das Pendel wird irgendwann aber auch wieder in die andere Richtung ausschlagen. Deshalb versuche ich das Beste aus dieser Phase zu machen", so Rosberg.

Warum Rosberg die gute Serie starten konnte, weiß er allerdings selbst nicht. "Ich bin einfach in einem guten Rhythmus. Ich konnte einige gute Ergebnisse sammeln. Es lief für mich einfach mehr richtig als schief. Es gibt aber keinen speziellen Grund. Ich habe nichts geändert."

Auch Hamilton weiß, wie wichtig es ist, die Serie des Konkurrenten zu durchbrechen. "Nico hat das erste Rennen gewonnen. Dann hatte ich einen guten Run. In den letzten Rennen lief es wieder andersrum. Aber jetzt kommt der Grand Prix von England. Ich werde alles dafür geben, vorne zu landen."

Rosberg als Einzelkämpfer im Team

Für einige Schlagzeilen sorgten zuletzt Aussagen von Teamchef Toto Wolff, der sich Sorgen machte, dass das Duell zu Lasten des Teams gehen könnte. Laut Rosberg bestehe diese Gefahr nicht. "Wir bringen das Team gemeinsam nach vorne. Sonst würden wir nicht dort stehen, wo wir jetzt sind. Natürlich kommt aber irgendwo der Punkt, an dem man auch Einzelkämpfer gegen den anderen ist. Solange das keinen negativen Einfluss hat, wird das auch vom Team akzeptiert, dass man hier und da seine Vorteile bewahrt. Das ist ganz normal."

Und was macht die Konkurrenz außerhalb des Teams? Zuletzt trumpfte Williams in Spielberg groß auf. Große Sorgen macht sich Rosberg aber noch nicht. "Wir hatten jetzt eine kleine Stichprobe in Österreich. In Kanada waren wir noch meilenweit voraus. Aber wir sind uns bewusst, dass die Konkurrenz nicht schläft. Wir denken aber, dass Williams nicht ganz so stark sein wird wie zuletzt. Die Strecke hier sollte uns wieder mehr liegen."

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