Pierre Gasly - GP Malaysia 2017 Red Bull
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Gasly stark in Quali-Premiere

Druck von Red Bull hat geholfen

Toro Rosso-Neuling Pierre Gasly war eine der positiven Überraschungen des Qualifyings. Der Franzose blieb nur anderthalb Zehntel hinter Carlos Sainz im Schwesterauto zurück. Nervös war der Neuling nach eigener Aussage nicht.

Bei Toro Rosso waren alle gespannt auf den ersten Auftritt von Pierre Gasly. Der 21-Jährige hatte erst am Dienstag erfahren, dass er in Malaysia sein F1-Debüt feiern würde. Am Samstag (30.9.2017) stand sein erstes Qualifying an. Von Nervosität war dabei keine Spur. Gasly meisterte die Aufgabe wie ein alter Hase. Am Ende blieb er auf Platz 15 nur anderthalb Zehntel langsamer als sein deutlich erfahrenerer Teamkollege Carlos Sainz.

„Ich war selbst überrascht, dass ich den Druck kaum gespürt habe, als ich im Auto saß. Es hat sich einfach gut angefühlt. Ich war dort, wo ich schon immer hinwollte“, strahlte der Youngster anschließend. „Ich habe mich einfach auf meine Aufgabe konzentriert. Seitdem ich Teil des Junior-Programms bin, wurde ich von Red Bull massiv unter Druck gesetzt. Das hat mir heute geholfen, mit dieser Situation umzugehen.“

Keine Erfahrung in Sachen Reifenmanagement

Bevor die erlösende Nachricht am Dienstag kam, konnte Gasly kaum schlafen. Doch seit der Ernennung zum Stammpiloten schläft der Neuling nach eigener Aussage wie ein Baby. Routiniert spulte er auch das Medienprogramm nach dem Qualifying ab. Die gute Leistung führte der Pilot auch auf erfolgreiche Setup-Änderungen zurück: „Wir haben das Auto im Q1 deutlich verbessert. Ich habe dadurch mehr Vertrauen als in den Freien Trainings.“

„Dass ich nur ein halbes Zehntel hinter Carlos gelandet bin, war natürlich sehr gut für mich. Er ist ein schneller Fahrer. Er setzt eine gute Messlatte. Und ich habe auch schon ein paar Ideen, wo ich mich verbessern kann“, so Gasly. „Ich werde mit jeder Runde schneller. Das macht mir Mut für die kommenden Aufgaben.“

Vor allem in Sachen Reifenmanagement gibt es noch Erfahrungsdefizite – nicht nur im Qualifying, sondern auch über die Distanz. „Im Red Bull-Simulator sind wir leider immer nur einzelne Runden gefahren und keine Rennen. Da gibt es morgen viel zu lernen, auch in Sachen Sprit- und Energie-Management. Da muss ich heute Abend noch ein paar Stunden mit den Ingenieuren sprechen.“

Fährt Gasly in Austin oder Suzuka?

Wie es mit der Formel 1-Karriere nach dem Rennen kommende Woche in Suzuka weitergeht, weiß der Aufsteiger aber immer noch nicht. In Austin steht Red Bull-Berater Helmut Marko vor einer wichtigen Entscheidung. Wenn Gasly beim US-Grand-Prix fährt, wird er den Titel in der japanischen Super Formula nicht gewinnen können. Das Saisonfinale läuft parallel in Suzuka.

Auch Gasly ist hin und hergerissen. „Ein Titel ist natürlich immer wichtig. Nach der Meisterschaft in der GP2 wäre das natürlich mein nächstes Ziel. Aber natürlich wäre es auch toll, wenn ich in Austin fahren könnte. Ich weiß nicht, was mir lieber wäre. Wenn ich wüsste, dass ich die komplette F1-Saison beenden könnte, würde ich wohl lieber in Austin antreten. Die Formel 1 ist mein großes Ziel. Da will ich hin. Da kann ich jede Erfahrung gebrauchen.“

Auch für die Saison 2018 hat das Nachwuchstalent noch nicht die erlösende Nachricht bekommen – obwohl Carlos Sainz das Team verlässt und andere Talente im Red Bull-Pool nicht in Sicht sind. „Sie haben noch nicht mit mir über meine Zukunft gesprochen. Wenn es nach mir ginge, hätte ich den Vertrag für nächstes Jahr schon längst unterschrieben.“

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