Pierre Gasly - Red Bull - Formel 1 - GP Aserbaidschan - Baku - 26. April 2019 Motorsport Images

Gasly verpasst FIA-Waage

Red Bull startet aus der Boxengasse

Pierre Gasly hat im zweiten Baku-Training die Aufforderung missachtet, zur FIA-Waage abzubiegen. Die Strafe fällt drastisch aus: Der Franzose muss aus der Boxengasse starten.

Für Pierre Gasly scheint die Pleiten-Saison in Aserbaidschan in die nächste Runde zu gehen. Den Neuling im Red Bull-Team erwartet am Sonntag eine Aufholjagd. Die FIA-Kommissare verdonnerten den Franzosen nach dem Freitagstraining zum Start aus der Boxengasse.

Der Grund für die Strafe ist schnell erklärt: Gasly hatte am Ende des zweiten Trainings den Hinweis übersehen, in der Boxengasse zur FIA-Waage abzubiegen. Die FIA-Stewards suchen sich nach der Sitzung per Zufallsprinzip immer ein paar Fahrer heraus, um zu überprüfen, dass niemand untergewichtig fährt.

Boxentafel - Hamilton - GP Aserbaidschan 2018
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„Die Stewards haben sich Video-Aufnahmen angeschaut und den Fahrer des Autos mit der Startnummer 10 angehört. Es wurde festgestellt, dass der Pilot nicht angehalten hat, als es ihm befohlen wurde. Er ist stattdessen weitergefahren und hat einen Boxenstopp absolviert. Die Mechaniker haben das Auto angehoben und alle vier Reifen gewechselt. Damit wurde Artikel 29.1 des FIA-Sportgesetzbuches verletzt.“

Kein Ermessensspielraum für FIA-Kommissare

Die Strafe erscheint auf den ersten Blick hart. Allerdings ist es das Standard-Strafmaß in solchen Fällen, das auch explizit im bereits erwähnten Artikel 29.1 genannt ist. Gasly ist nicht der erste Pilot, den dieses Schicksal getroffen hat. Der letzte Sünder kam ebenfalls aus dem Red-Bull-Stall. Carlos Sainz erwischte es 2015 in Monaco. Auch der Spanier nahm das Rennen anschließend aus der Boxengasse auf.

Pierre Gasly - Red Bull - Formel 1 - GP Aserbaidschan - Baku - 26. April 2019
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Pierre Gasly steht am Sonntag in Baku eine Aufholjagd bevor. Für die Zuschauer macht es das Rennen interessant.

Die Strecke in Baku ist für solch eine Strafe aber deutlich angenehmer als Monaco, wo Überholen bekanntlich unmöglich ist. Auf dem schnellen Stadtkurs in der Hauptstadt Aserbaidschans kann dagegen immer alles passieren. Mit der hohen Safety-Car-Gefahr sind Aufholjagden hier eher die Regel als die Ausnahme.

Mit der Pace zeigte sich der Youngster am Freitag sehr zufrieden: „Ich habe mich heute auf den Longruns sehr wohl gefühlt. Wir haben viel ausprobiert und haben schon eine Idee, wie wir das Auto im dritten Training noch weiter verbessern. Das Auto wurde heute schon mit jeder Runde besser.“

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