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Boxen-Chaos bei Mercedes und Renault

Hohe Geldstrafen für Boxenpannen

Bei Mercedes GP und Renault F1 ging es in der Safety-Car-Phase drunter und drüber. Nico Rosberg verlor ein Rad. Robert Kubica krachte in Adrian Sutil. Für beide Teams gab es nach dem Rennen eine empfindliche Geldbuße.

Wenn das Safety-Car auf die Rennstrecke geschickt wird, regiert in der Boxengasse regelmäßig das Chaos. Für den Grand Prix von Ungarn galt dies ganz besonders. Der Kampf um Sekunden und Plätze führte zu zwei gleichermaßen kuriosen wie gefährlichen Szenen.

Bei Mercedes wurden beide Piloten gleichzeitig zum Reifenwechsel gerufen, als die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke schickte. Nico Rosberg wurde als Erster abgefertigt. Dabei kam es zu ungewohnten Komplikationen bei der Silber-Crew.

Rad-Panne bei Rosberg nicht mehr aufzuhalten

"Da hat was geklemmt", erklärte Mercedes-Sportchef Norbert Haug das Problem. "Die Mechaniker wollten es korrigieren, aber das Ganze ist ein choreographischer Ablauf. Da schaut einer vorne, ob die Spur frei ist. Dann wird der Wagenheber abgesetzt und dann nehmen die Dinge ihren Lauf."

In diesem Fall löste sich das rechte Hinterrad beim Anfahren. Während Nico Rosberg mit seinem silbernen Dreirad weiter fuhr, sprang der verlorene Gummi unkontrolliert durch die Boxengasse. Ein Sauber-Mechaniker konnte gerade noch ausweichen, ein Williams-Mann hatte eine Garage weiter weniger Glück. Mit starken Prellungen wurde der Radwechsler von Nico Hülkenberg ins Krankenhaus gebracht.

Schlechtest möglicher Boxenstopp bei Mercedes

"Ich bin sehr glücklich darüber, dass dem Jungen nichts passiert ist. Das ist das Wichtigste. Wir entschuldigen uns bei ihm", sagte Haug anschließend. "Wir haben eine Boxencrew, die schon die besten Boxenstopps gemacht hat. Heute haben sie sicherlich den schlechtest möglichen Boxenstopp gemacht."

Nach dem Rennen wurde Mercedes für den Vorfall von der FIA bestraft. Mit 50.000 Dollar fiel die Geldbuße empfindlich aus. "Man muss aktzeptieren, wenn man dafür bestraft wird", erklärte der Mercedes-Rennleiter anschließend.

Renault ebenfalls für Boxenpanne bestraft

Die Silberpfeile waren aber nicht das einzige Team, das Geld an die FIA überweisen muss. Auch für Renault gab es eine 50.000 Dollar-Strafe. Als Robert Kubica mit seinem Boxenstopp fertig war, wurde er ohne auf den Verkehr in der Boxengasse zu achten auf den Weg geschickt. Dummerweise bog eine Box vor ihm gerade Adrian Sutil zum Service ein.

Beide Autos krachten zusammen und verhakten sich. Für Sutil war das Rennen beendet. Kubica konnte nach einem kurzen Check wieder auf die Strecke. Schon während des Rennens wurde gegen den Polen eine Stop-and-Go-Strafe ausgesprochen. Später wurde das beschädigte Auto sicherheitshalber aus dem Rennen genommen.

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