George Russell - Williams - GP England - Silverstone  - Formel 1 - 16. Juli 2021 xpb
Lewis Hamilton - Mercedes - GP England - Silverstone  - Formel 1 - 16. Juli 2021
Impressionen - GP England - Silverstone  - Formel 1 - 16. Juli 2021
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Impressionen - GP England - Silverstone  - Formel 1 - 16. Juli 2021 51 Bilder

Russell mit Sensation: "Weiter volle Attacke"

Russell mit Sensations-Quali „Volle Attacke auch im Sprint“

GP Großbritannien

Neben Lewis Hamilton war George Russell der große Held des Quali-Freitags von Silverstone. Der Lokalmatador geht mit seinem Williams sensationell von Rang acht in das Sprintrennen. Dort will er weiter alles riskieren, damit es endlich für die ersten Punkte seines Teams reicht.

Die Tagesbestzeit von Lewis Hamilton konnte die Glanzleistung von George Russell nur kurz überstrahlen. Der Youngster im Williams bekam bei seiner Auslaufrunde mindestens genauso viel Beifall von den voll besetzten Tribünen wie der Altmeister. Und die Standing Ovations waren auch völlig verdient.

Während Teamkollege Nicholas Latifi mit dem schwächelnden Williams wieder einmal im Q1 durch den Rost fiel, raste Russell sensationell in die letzte K.O.-Runde – und ließ da sogar noch den vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel und Carlos Sainz im deutlich schnelleren Ferrari hinter sich. Von Startplatz acht winken nun endlich die ersten WM-Punkte in einem Williams.

Der 23-Jährige strahlte am Abend über beide Ohren: "Von allen Qualifyings mit Williams war das mit Abstand das Beste. Wir waren am Ende nur anderthalb Zehntel von Platz vier weg. Das ist doch kaum zu glauben, oder?"

George Russell - Williams - GP England - Silverstone  - Formel 1 - 16. Juli 2021
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Russell ist dieses Wochenende mit einem Spezial-Helm im England-Design unterwegs.

Schwaches Training, starke Quali

Wenige Stunden zuvor hatte noch nichts auf diese Glanzleistung hingedeutet. "Im Freien Training war ich noch nirgendwo. Ich hatte kein Vertrauen in das Auto, musste ständig kämpfen und fand mich am Ende als langsamster Pilot ganz hinten im Klassement wieder. Ich hätte nicht einmal gedacht, dass ich es aus dem Q1 schaffe. Und jetzt starte ich von Rang acht", grinste der Pilot ungläubig.

Kleine Änderungen am Setup und die abkühlende Strecke beflügelten den Lokalmatador. "Im Qualifying war das Vertrauen plötzlich wieder da. Ich hatte richtig Spaß im Cockpit, als ich das Auto an das Limit gepusht habe", berichtet Russell. Und am Ende half auch noch die Unterstützung der Zuschauer, die letzten Zehntel rauszuquetschen.

"Wenn die Fans auf den vollen Tribünen in jeder Runde aufspringen und uns anfeuern, dann ist das ein ganz besonderes Gefühl", bedankte sich Russell. "Vor allem, wenn man anderthalb Jahre lang gar keine Fans an der Strecke gesehen hat. Sie geben einem Motivation und einen Extra-Schub. Meine ganze Familie und meine Freunde sind hier. Das hilft auf jeden Fall."

George Russell - Williams - GP England - Silverstone  - Formel 1 - 16. Juli 2021
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Russell startet im Sprint direkt vor Carlos Sainz im Ferrari.

Vorsichtige Konkurrenz schafft Möglichkeiten

Mit Startplatz acht beim Sprint ist aber noch nichts gewonnen. Schon beim letzten Rennen in Spielberg durfte sich das Nachwuchstalent in der Startaufstellung auf Position acht einreihen. Und am Ende verpasste er auf Rang elf wieder die ersten Punkte mit Williams. Dieses Mal ist sogar noch ein Sprint vor dem Rennen angesetzt, in dem die Konkurrenz aufholen kann.

Doch Russell will am Samstag nicht auf Halten fahren: "Wenn die anderen vorsichtig sind, dann werden wir attackieren. Die Autos um uns herum sind ständig in den Top Ten und werden konservativ agieren. Das sollte uns Möglichkeiten eröffnen. Wir müssen hier alles geben, um uns überhaupt so weit vorne zu halten. Das ist eine riesige Chance für uns. Die müssen wir beim Schopf packen."

Noch weiß keiner genau, was im Sprint passieren wird. Das neue Format hat seine Tücken, wie Russell erklärt: "Das wird sehr interessant morgen. Schon am Start, wo wir nur ein Drittel der normalen Spritmenge im Tank haben. Normalerweise starten wir immer mit maximaler Spritmenge. Das wird ein ganz anderes Gefühl in den ersten Runden. Aber es sollte auch Spaß machen."

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