George Russell - GP Russland 2019 xpb
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Russell erwartet Williams-Wende

Williams soll 2020 wiedererstarken

Williams hat das mit Abstand langsamste Auto im Feld. Daran wird sich 2019 nichts mehr ändern. 2020 soll alles besser werden. George Russell verspricht sich viel von den Umstrukturierungen im Team.

2019 durchlebt Williams eines seiner schlimmsten Jahre. Der Rennstall aus Grove wird zum zweiten Mal in Folge auf dem letzten Platz in der Team-Weltmeisterschaft landen. Es ist wahrscheinlich, dass Williams nicht einmal die Punkteausbeute aus dem Vorjahr erreicht. 2018 hatte der Traditionsrennstall wenigstens sieben Zähler geholt. In dieser Saison ist es ein kümmerlicher Punkt nach 15 Rennen.

Williams gehört zum Inventar der Formel 1. Der Rennstall hat die drittmeisten Siege (114), die drittmeisten Podestplätze (312) und die drittmeisten Führungsrunden (7.584) in der Geschichte eingesammelt. Williams schmückt sich mit neun Titeln in der Konstrukteurs-WM. Da schmerzt der Abschwung umso mehr.

„Das Team hatte vor allem zu Beginn der Hybrid-Ära ein schnelles Auto. Sicher hat man da vom Motor profitiert. Der Antrieb hat einige der Probleme unter dem Radar gehalten“, sagt Pilot George Russell, der seit 2019 für Williams fährt. Mit anderen Worten: Der Abschwung bei Williams begann schon viel früher.

George Russell - Williams - GP Ungarn 2019
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George Russell zeigt bei Williams, dass er sich nicht von schlechten Ergebnissen entmutigen lässt.

Fehler in Singapur-Quali

Nicht ein einziges Mal hat es einer der beiden Piloten in 15 Rennen in den zweiten Qualifikationsteil geschafft. In Budapest war Russell knapp dran. Kurz vor der Sommerpause verpasste der 21-jährige Engländer den Aufstieg um ein halbes Zehntel. In Singapur hätte es klappen können. Doch dieses Mal stellte sich Williams selbst ein Bein.

„Wir hatten eine kleine Chance“, so Russel. „Wir wollten so spät wie möglich auf die Strecke am Ende von Q1, weil sie sich in Singapur so stark entwickelt. Doch dadurch sind wir in den Verkehr geraten. Das hat die Reifenvorbereitung beeinträchtigt. Statt ein halbes Zehntel zu gewinnen, war ich eine Sekunde langsamer.“

In Sotschi rechnet sich der Rookie geringere Chancen auf ein Wunder aus. „Wir sollten besser dastehen als in Spa und Monza, aber schlechter als in Singapur“, glaubt Russell. Deshalb würde der Engländer wechselhafte Bedingungen begrüßen. „Normalerweise hasse ich das. Entweder soll es trocken sein oder regnen. Doch in unserer Situation wären Mischverhältnisse besser.“

Robert Kubica - Williams - GP Singapur - Formel 1 - Freitag - 20.9.2019
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Wer wird 2020 der Teamkollege von George Russell bei Williams? Der Brite wünscht sich einen erfahrenen Piloten.

Mehr im Simulator als jeder andere

Williams wird in diesem Jahr aller Voraussicht nach nicht mehr glücklich. Daran wird auch ein neuer Frontflügel nichts ändern, der bereits in Suzuka debütieren könnte. Dafür sind im FW42 zu viele Hunde begraben. 2020 allerdings soll ein großer Schritt gelingen. Williams hat sein Technikbüro umstrukturiert. Es gab eine Art Neustart.

„Wir werden zu 100 Prozent nicht dieselben Fehler machen wie 2019“, sagt Russell. „Ich setze das Haus meiner Eltern, dass wir am ersten Testtag 2020 ein Auto auf der Strecke haben und besser sein werden.“ Vor dieser Saison hatte Williams zweieinhalb der acht Testtage verpasst. Es gab Probleme mit der Fertigstellung des Autos.

2020 soll zumindest der Anschluss ans Mittelfeld hergestellt werden. Williams will öfters punkten. Russell glaubt an das Projekt. „Wir haben in diesem Jahr schon einige Schritt vorwärts gemacht. Klar, es ist einfach, eine schlechte Basis schneller zu machen. Aber was ich sehe, sind ermutigende Zeichen.“

Weil der FW42 ans Ende des Feldes gekettet ist, nutzte und nutzt Williams die Rennwochenenden auch für Experimente. „Wir wissen, dass wir Letzter sind, wenn die anderen keinen Mist bauen. Wir experimentieren deshalb mit aggressiveren Setups. Das hilft uns auch beim Verständnis der Reifen.“

2020 wird an der Seite des jungen Engländers ein Platz frei. Robert Kubica verlässt das Team. Russell wünscht sich einen erfahrenen Teamkollegen. „Ich will einen Teamkollegen mit gutem Ruf und Erfahrung. Das bringt das Team weiter. Und ein schneller Teamkollege kann mir nur helfen, mich zu entwickeln.“ Dann lobt sich der Youngster selbst: „Ich war in diesem Jahr mehr in der Fabrik und mehr im Simulator als jeder andere Fahrer im Feld.“

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