Glock erstmals punktlos

Aerodynamik-Paket ohne Wirkung

Timo Glock Foto: Daniel Reinhard 19 Bilder

Im fünften Rennen der Saison konnte Toyota-Pilot Timo Glock sein Punktekonto erstmals nicht aufstocken. Die Updates stellten sich als Rückschritt heraus und wurden im Rennen wieder durch alte Teile ersetzt.

"Der zehnte Platz im Rennen lag deutlich unter unseren Erwartungen. Es war wirklich sehr enttäuschend", klagte Timo Glock. "Die Leistung im Rennen war leider nicht auf dem gleichen Niveau wie noch zu Saisonbeginn." Nun arbeitet Toyota an einer passenden Antwort in den nächsten Rennen.

Harte Arbeit bleibt unbelohnt

Allerdings hatte die Entwicklungsabteilung schon vor dem Rennen die Hände nicht in den Schoß gelegt. "Die Jungs in Köln haben wirklich hart gearbeitet, um einige Upgrades vorzubereiten. Für diesen Einsatz bin ich dankbar." Die Mühen zahlten sich letztendlich aber nicht aus. Im Freitagstest wurde schnell klar, dass die neuen Teile nicht den erhofften Schritt nach vorne brachten: "Am Ende haben wir uns entschieden, die Aero-Updates nicht einzusetzen. Nur einige mechanische Änderungen."
 
Nach dem Aufwärtstrend, der sich schon gegen Ende der letzten Saison andeutete, musste das Team nun wieder einmal einen Rückschlag hinnehmen. "Wir haben in Spanien etwas an Boden verloren, aber schon in naher Zukunft sind weitere Updates geplant", spricht sich Glock Mut zu. Nach Ansicht des 27-Jährigen hat der Rennstall aus Köln-Marsdorf das Potenzial und die Entschlossenheit, die Lücke wieder zu schließen.

Rosberg hält Glock auf

Nachdem es im Qualifying mit Platz sechs und sieben für Glock und Trulli noch ganz verheißungsvoll aussah, folgte im Rennen dann die große Enttäuschung. Trulli war Mitauslöser des Massencrashs in der ersten Kurve und Glock hing lange hinter dem Williams von Nico Rosberg fest. "Ich kam irgendwie schlecht weg und habe einige Positionen verloren. Danach hätte ich sicher schneller fahren können, aber ich konnte nicht nah genug an Rosberg heranfahren, um ein Manöver zu wagen." Da Glock das Rennen mit wenig Sprit begann, waren alle Aussichten auf ein gutes Ergebnis schnell dahin.

Schon beim nächsten Rennen soll es aber wieder anders laufen: "Natürlich ist mein Ziel, in Monaco wieder in die Punkte zu fahren und hoffentlich wieder um einen Podiumsplatz zu kämpfen. Aber in erster Linie möchte ich vor allem mal wieder ein umkompliziertes Rennwochenende genießen." Nach Wetterkapriolen, zwei Starts aus der Boxengasse und den Problemen in Spanien hatte Glock für seinen Geschmack fast schon etwas zu viel Aufregung zu Beginn der neuen Saison.

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