Glock

"Habe nichts falsch gemacht"

Foto: Toyota 50 Bilder

Die Zeitstrafe für Timo Glock nach dem Rennen in Spa ging neben dem Skandalurteil gegen Hamilton fast ein wenig unter. Dabei ist der Deutsche ebenso wenig mit der Strafe einverstanden, wie sein britischer Fahrerkollege.

"Ich bin absolut davon überzeugt, nichts falsch gemacht zu haben", sagte der Odenwälder zwei Tage nach dem spektakulären Rennen. "Es war offensichtlich, dass Mark Webber auf Intermediates einen anderen Speed fuhr, als ich auf den Regenreifen. Er musste vor der Bus-Stop-Schikane viel früher bremsen", begründete Glock seinen Ärger. Trotzdem will der Toyota-Pilot die von den Stewards getroffene Strafe akzeptieren.

Die Taktik, kurz vor dem Ende noch auf Regenreifen zu wechseln, sieht Glock noch immer als die richtige an. "Wir hatten nichts zu verlieren, also entschied ich mich auf die normalen Regenreifen zu gehen." Der Zeitunterschied zu den Intermediates beschreibt der Wersauer als massiv: "Zu Beginn der letzten Runde lag ich 13 Sekunden hinter Webber und habe ihn in der Bus-Stop-Schikane mit Leichtigkeit überholt."

Verdienter Lohn bleibt aus

Nur leider lief der Überholvorgang aus Sicht der Kommissare unter gelben Flaggen ab, was zu einer 25-Sekunden Strafe und dem erneuten Platztausch mit Webber führte. "Wenn man die Umstände am Wochenende betrachtet, wäre ein Punkt wirklich ein gutes Resultat", so ein enttäuschter Glock. Der Toyota hatte im Training und zu Beginn des Rennens mehr als andere Teams mit den kühlen Temperaturen und den harten Reifen zu kämpfen.

Die harten Bridgestone-Gummis bereiten Glock auch hinsichtlich des kommenden Rennens in Monza etwas Kopfzerbrechen: "Der Aufwärmprozess könnte wieder etwas schwierig werden, auch wenn ich in Italien deutlich wärmere Temperaturen erwarte." Nach dem Nuller in Belgien sieht der 26-Jährige auf jeden Fall wieder das Potenzial, in die Punkte zu fahren.

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