Nico Hülkenberg GP Malaysia 2012 xpb
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Glock und Hülkenberg

Viel mehr ist momentan nicht drin

Nico Hülkenberg und Timo Glock starten in Malaysia weit von den Punkteplätzen entfernt. Die beiden deutschen Piloten stellten danach fest: Mehr ist momentan einfach nicht drin.

Nach dem tollen neunten Startplatz von Melbourne ist bei Nico Hülkenberg die Ernüchterung eingekehrt. In Malaysia wird der lange Rheinländer das Rennen von Position 16 beginnen. Im Mittelfeld scheint die Konkurrenz von Sauber, Williams und Ferrari an Force India vorbeigezogen zu sein. McLaren, Mercedes, Red Bull und Lotus sind komplett außer Reichweite.

Hülkenberg verliert Teamduell

"Uns fehlt vor allem Traktion", klagt Hülkenberg. Beim Beschleunigen aus langsamen Kurven kommt das grün-weiß-orange Auto der Konkurrenz nicht hinterher. Aussicht auf Besserung ist nicht in Sicht. "Das erste große Update kommt erst zum Europa-Auftakt", erklärt Hülkenberg. "Vor allem beim Thema Auspuff müssen wir noch eine Schippe drauflegen."

Nach der guten Leistung in Melbourne verlor der Deutsche auch sein erstes Teamduell gegen Paul di Resta. 13 Tausendstel entschieden am Ende zu Gunsten des Schotten. "Ich hatte ein paar kleine Fehler im ersten Sektor drin. Aber entscheidend war das nicht." Hülk hatte damit gerechnet, dass es schwer werden würde. "Super enttäuscht bin ich nicht, auch wenn sich Platz 16 natürlich nicht gut anhört."

Für das Rennen erwartet der Rückkehrer keine große Steigerung. Punkte werden sehr schwer. "Aus eigener Kraft können wir nicht da vorne reinfahren. Auch von den Reifen erwarte ich bei uns keine großen Vorteile." So muss Hülkenberg auf das Wetter hoffen. "Gegen einen kleinen Regenschauer hätte ich nichts. Da spielt die Aerodynamik nicht so eine große Rolle. Und ich fahre gerne bei Nässe."

Marussia kämpft mit Pirelli-Reifen

Auch Timo Glock muss am Sonntag auf ein Chaosrennen hoffen. Der Marussia-Pilot konnte wie Hülkenberg mit dem Ergebnis leben, auch wenn er nicht ganz glücklich war. "Im dritten Training haben wir mit dem weicheren Reifen plötzlich zwei Zehntel verloren, während die anderen acht Zehntel schneller wurden. Erst durch eine Änderung mit dem Setup ging es auch bei uns etwas besser."

Im Qualifying war aber wieder einmal nicht mehr drin als Platz 21. "Ich habe das Heck nicht richtig gespürt. Ich wusste nicht, wie aggressiv ich aufs Gas gehen kann." Eine Lösung hatte der Hesse nicht parat. "Ich habe keine Ahnung, woran es liegt. So etwas hatten wir noch nie, seit es die Pirelli-Reifen gibt."

Trotzdem fand Glock noch einige positive Punkte zum Wochenende. "Das Auto läuft ohne Probleme und wir sind deutlich näher dran am Rest. Auch auf Caterham haben wir eine halbe Sekunde aufgeholt. Wir sind aber immer noch dabei, mit dem Setup zu tüfteln und das Auto zu verstehen. Wir lernen immer weiter dazu." Große Sprünge erwartet Glock in Zukunft aber nicht. "Wir haben das Setup jetzt schon ziemlich weit ausgereizt. Wir werden also so schnell nicht noch eine Sekunde finden."

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