GP Abu Dhabi 2015 (Training 1)

Hamilton setzt erste Duftmarke

Lewis Hamilton - GP Abu Dhabi 2015 Foto: Wilhelm 93 Bilder

Lewis Hamilton hat sich die erste Bestzeit des Abu Dhabi-Wochenendes gesichert. Im Auftakttraining war der Weltmeister anderthalb Zehntel schneller als Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg. Dahinter zeigten sich Ferrari, Red Bull und Force India gut in Form.

Der Start in das letzte Rennwochenende der Saison konnte noch nicht das erhoffte Spektakel liefern. Als die Autos am Freitag (27.11.2015) erstmals auf die Strecke in Abu Dhabi gingen, schlugen die meisten Piloten noch ein verhaltenes Tempo an. Viele Ingenieure nutzten die Auftaktsitzung dazu, Daten für die Entwicklung des 2016er Modells zu sammeln.

Zahlreiche Rennwagen waren mit Entwicklungsteilen und Aero-Sensoren ausgerüstet. Fast eine halbe Stunde dauerte es, bis endlich die ersten schnelleren Rundenzeiten auf dem Monitor auftauchten. Der Kampf um die Bestzeit wurde mal wieder eine reine Mercedes-Angelegenheit: Auf dem ersten Reifensatz hatte noch Nico Rosberg die Oberhand. Mit der zweiten Garnitur fuhr Lewis Hamilton die schnellste Runde in 1:43.754 Minuten - anderthalb Zehntel schneller als Rosberg.

Deutsches Trio in Abu Dhabi in den Top-6

Zur Verteidigung des Deutschen muss angefügt werden, dass Hamilton seine Bestzeit etwas später auf den staubigen Asphalt brannte, als die Strecke schon etwas mehr Grip bot. Außerdem hat der Mercedes-Motor von Rosberg deutlich mehr Kilometer auf der Uhr, was sich in spürbarem Leistungsverlust widerspiegelt.

Der Rest der Formel 1-Welt ist mal wieder deutlich zurück. Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen fehlte auf Rang 3 bereits 0,7 Sekunden. Daniil Kvyat im schnellsten Red Bull auf Position 4 wurde mit fast einer Sekunde Rückstand gestoppt. Auch Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg auf den Rängen 5 und 6 konnten den Abstand gerade noch so innerhalb einer Sekunde halten. Für einen Force India ist das vielversprechend. Für einen Ferrari dagegen kein Ruhmesblatt.

Technikprobleme bei Lotus

Lotus-Pilot Pastor Maldonado ließ sich hinter Daniel Ricciardo (Red Bull) und Sergio Perez (Force India) immerhin die neuntschnellste Zeit notieren. Der Venezolaner probierte dabei eine neue Nase aus, die er mehrmals mit dem Vorgängermodell verglich. Es handelt sich bereits um eine Entwicklung für 2016.

Teamkollege Jolyon Palmer erlebte dagegen ein frustrierende erste Sitzung. Der Testfahrer wurde nachhaltig von einem Wasserleck gestoppt. Erst in den letzten 10 Minuten konnte er einige Kilometer abspulen. Beim Versuch die verlorene Zeit aufzuholen, drehte sich der britische Nachwuchsmann auch noch.

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