GP Australien, 1. Quali

Fisichella Schnellster im Regenchaos

Foto: dpa

Giancarlo Fisichella lachte die Sonne in der ersten Qualifikation zum GP Australien. Der Renault-Mann bot eine fehlerlose Leistung und profitierte vom Regen, der dieses Mal nur die Konkurrenz traf.

Es war einer der wenigen Tage, an dem der Wetterbericht genau das hielt, was er versprach. Nach Regen am Morgen, der den Teams das freie Training vermieste, gingen die ersten Fahrer in der Qualifikation auf nasser Piste in ihre Einzelzeitfahren, um anschließend hilflos zuzusehen, wie die zunehmend abtrocknende Strecke den nachfolgenden Konkurrenten einen Vorteil verschaffte.

Als nach einer halben Stunde sogar die Sonne herauskam, blieben nur mehr einige nasse Flecken übrig. Die Gunst der Stunde nutze Giancarlo Fisichella, der mit Trockenreifen ausrücken konnte und in 1:33,171 Minuten die schnellste Zeit fuhr. Der noch auf feuchter Piste gestartete Jarno Trulli lag im Toyota als Zweiter bereits zwei Sekunden zurück. Profiteur des Wetters war auch Mark Webber. Der Australier lenkte den Willimas-BMW beim Heimspiel fehlerlos auf Platz drei.

Dem plötzlich einsetzenden Gewitter-Schauer entrann Jacques Villeneuve im Sauber als Vierter noch haarscharf, Teamkollege Felipe Massa wurde mit Trockenreifen von den Fluten überrascht. Der Brasilianer wurde Vorletzter. Hinter ihm landete nur noch Takuma Sato, der in seiner Aufwärmrunde von der Strecke segelte und damit einen kurzen Trainingsabbruch verursachte.

Schumi-Brüder Verlierer des Tages

Klare Verlierer waren die Schumacher-Brüder, die sich nach der 1. Qualifikation die vorletzte Startreihe teilen. Für Michael Schumacher dürfte es beim Abschlusstraining kaum einen Weg nach vorn geben, schon auf die vor ihm stehenden Minardi fehlen dem Weltmeister über sieben Sekunden.

Ralf Schumacher rettete sich als 17. in Galgenhumor: "Da sieht man mal, dass der Toyota doch nicht so schlecht ist, wie alle behaupten", sagte er mit Anspielung auf den von der Wetterlotterie begünstigten Teamkollegen Trulli. Glück im Unglück hatte Nick Heidfeld. Trotz eines kleinen Ausrutschers in die Wiese rettete sich der Rheydter auf Platz sieben. "Der Fehler war unnötig, aber es hätte im Ergebnis keinen Unterschied gemacht", sagte Heidfeld.

Abgesehen von einem unterhaltsamen Zeittraining hatte der Regen noch einen zweiten Effekt: Die volle Spannung bleibt auch nach dem Samstag erhalten, denn immer noch weiß kein Fahrer, wie gut sein Auto wirklich ist.

Ergebnisse, 1. Qualifikation:

1. Giancarlo Fisichella, Renault: 1:33,171 min
2. Jarno Trulli, Toyota: 1:35,270 min
3. Mark Webber, Williams-BMW: 1:36,717 min
4. Jacques Villeneuve, Sauber-Petronas: 1:36,984 min
5. Christian Klien, Red Bull-Cosworth: 1:37,486 min
6. David Coulthard, Red Bull-Cosworth: 1:38,320 min
7. Nick Heidfeld, Williams-BMW: 1:39,717 min
8. Jenson Button, BAR-Honda: 1:41,512 min
9. Narain Karthikeyan, Jordan-Toyota: 1:44,357 min
10. Kimi Räikkönen, McLaren-Mercedes: 1:44,997 minuten
11. Juan Pablo Montoya, McLaren-Mercedes: 1:45,325 min
12. Rubens Barrichello, Ferrari: 1:45,481 min
13. Tiago Monteiro, Jordan-Toyota: 1:46,846 min
14. Fernando Alonso, Renault: 1:47,708 min
15. Christijan Albers, Minardi-Cosworth: 1:49,230 min
16. Patrick Friesacher, Minardi-Cosworth: 1:50,864 min
17. Ralf Schumacher, Toyota: 1:51,495 min
18. Michael Schumacher, Ferrari: 1:57,931 min
19. Felipe Massa, Sauber-Petronas: -
20. Takuma Sato, BAR-Honda: -

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