Michael Schumacher GP Australien 2012 dpa
Ferrari - GP Australien - Melbourne - 16. März 2012
Training - GP Australien - Melbourne - 16. März 2012
Girls - GP Australien - Melbourne - 16. März 2012
Heikki Kovalainen GP Australien 2012
Romain Grosjean - Lotus - GP Australien - Melbourne - 16. März 2012 100 Bilder

GP Australien 2012 (Ergebnis Training 2)

Deutsche Doppelspitze mit Schumi vor Hülk

Die Formel 1-Saison kam am Freitag (16.3.) nicht so recht in Schwung. Kleine Schauer vor beiden Trainingseinheiten sorgten in Melbourne für wenig Betrieb auf der Strecke. Schnellster in der zweiten Sitzung wurde Michael Schumacher. An die Tagesbestzeit von Jenson Button aus dem ersten Training kam er aber nicht heran.

Den Start haben sich die Formel 1-Teams wohl anders vorgestellt. Anstatt am Freitag fleißig Testkilometer zu sammeln, verbrachten die Autos die meiste Zeit des Tages in der Box um abzuwarten, dass die Strecke abtrocknet. Schon vor dem ersten Training am Mittag sorgte ein kurzer Schauer dafür, dass die halbe Sitzung mit Regenreifen gefahren wurde.

Zweiter Regenguss vor dem zweiten Training

Vor dem zweiten Training öffnete der Himmel dann richtig die Schleusen. Am Ende der Sitzung blieben den Piloten nur noch 20 Minuten auf den profillosen Slicks. Davor sorgten viele Pfützen auf dem Asphalt für gefährliche Bedingungen. Daniel Ricciardo (Toro Rosso), Mark Webber (Red Bull) und Kamui Kobayashi (Sauber) entkamen bei ihren wilden Ausrutschern nur mit Glück den Mauern im Albert Park.

So blieb Felipe Massas Dreher ins Kiesbett am Morgen der einzige Ausrutscher mit Konsequenzen. Der Ferrari musste per Bagger aus der Sandgrube befreit werden, nachdem Massa beim Bremsen auf ein Stück nasse Wiese geraten war. 15 Trainingsminuten gingen dem Brasilianer dadurch verloren. Das Auto musste über Mittag von den vielen Steinchen befreit werden. Blech- oder Karbonschaden entstand aber nicht.

Schumi-Bestzeit ohne Aussagekraft

Durch die wechselhaften Bedingungen sind die Zeiten vom Freitag (16.3.) mit Vorsicht zu genießen. Mit 1:27.560 Min. gelang Jenson Button schon in der ersten Sitzung die schnellste Runde des Tages. Am Nachmittag führte Michael Schumacher das Klassement an. Mit Nico Hülkenberg landete ein zweiter deutscher Pilot direkt dahinter auf Rang zwei. Die dritte Zeit von Sauber-Pilot Sergio Perez zeigt, dass man besser nicht zu viel in die Reihenfolge reininterpretiert.

Mit Nico Rosberg auf Rang neun und Sebastian Vettel auf zehn kamen noch zwei weitere deutsche Piloten am Nachmittag in die Top Ten. Erneut ließ es der Weltmeister ruhig angehen. Im vergangenen Jahr hatte Vettel mit drei Trainingscrashs für viel Arbeit bei seinen Mechanikern gesorgt. In Australien ging der Champion kein großes Risiko zum Auftakt.

Glock überrascht mit Rang zwölf

Bei Timo Glock sah das schon anders aus. Mit Rang zwölf feierte der Marussia-Pilot sein bestes Trainingsergebnis seit zwei Jahren. Viele rieben sich verwundert die Augen. Nach den verpassten Tests hat das neue Auto in Australien seinen ersten offiziellen Auftritt. Es ist allerdings anzunehmen, dass Glock schon früh am Wochenende mit wenig Sprit trainiert hat. Der Odenwälder muss im Qualifying kämpfen, um die 107 Prozent-Hürde zu unterbieten und sich für das Rennen zu qualifizieren.

Nach dem verregneten Freitag müssen die Fans noch einen Tag länger warten, bis die Frage nach dem Kräfteverhältnis in dieser Saison erstmals beantwortet wird. Für den Samstag ist besseres Wetter vorhergesagt.

Die besten Bilder vom Freien Training haben wir in unserer Fotogalerie.

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