Dritte DRS-Zone in Melbourne

Mehr Action dank künstlicher Überholhilfe?

Renault - Barcelona - F1-Test - 2018 Foto: Stefan Baldauf 86 Bilder

Die FIA reagiert auf die wenigen Überholmanöver aus dem Vorjahr und führt in Australien eine dritte DRS-Zone ein. Sie befindet sich zwischen den Kurven 12 und 13 und ist 250 Meter lang.

Der GP Australien 2017 war ein Einstopprennen mit nur fünf echten Überholmanövern. Zu wenig aus Sicht der Rechteinhaber und der FIA. Deshalb behelfen sie sich mit einem Trick für die diesjährige Ausgabe. Üblicherweise gibt es auf jeder Rennstrecke nur zwei DRS-Bereiche, in denen die Fahrer den Heckflügel umklappen können, um den Luftwiderstand der Autos zu verringern und Topspeed zu gewinnen. Für den Saisonauftakt 2018 führt die FIA eine dritte DRS-Zone ein.

DRS-Software muss umprogrammiert werden

Die Teams zeigen sich überrascht von der Maßnahme. Doch es gibt keine Regel, die eine weitere DRS-Zone untersagt. Einzige Hürde war die Software. Sie musste von den Experten erst einmal umgeschrieben werden, damit sich der Heckflügelflap nur an den drei ausgegebenen Stellen öffnet.

GP Australien 2018 - Melbourne - Strecken-Skizze Foto: FIA
Streckenskizze für den GP Australien 2018.

Die DRS-Bereiche auf der Zielgerade und zwischen Kurve zwei und drei sind bereits aus dem Vorjahr bekannt. Für beide gibt es einen gemeinsamen Messpunkt, der darüber bestimmt, ob der Verfolger zum künstlichen Überholhilfsmittel greifen darf oder nicht. Das ist dann der Fall, wenn er 13 Meter vor Kurve 14 innerhalb von einer Sekunde mit dem Vordermann ist.

Neu ist die DRS-Zone zwischen Kurve 12 und 13. Sie ist 250 Meter lang und damit die kürzeste auf der 5,303 Kilometer langen Strecke im Albert Park. Es bleibt abzuwarten, ob die Maßnahme fruchtet und die 250 Meter ausreichen, um genügend Überschuss aufzubauen, und vorbeizuziehen. Der Ortungsbereich, ob DRS verwendet werden darf, befindet sich 170 Meter vor dem schnellen Rechtsknick von Turn 11. Aktiviert werden darf es 104 Meter nach Kurve 12.

Zu mehr Action auf der Strecke sollen auch die neuen Pirelli-Gummis beitragen. Zwar bringen die Italiener wie im Vorjahr die Mischungen Soft, Supersoft und Ultrasoft, doch sind die Gummis 2018 generell weicher abgeschmeckt als ihre Vorgänger. Das soll zu schnellerem Reifenabbau, dadurch besseren Überholgelegenheiten und mehr Boxenstopps führen.

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