GP Australien

Glück für Ralf, Pech für Villeneuve

Foto: dpa

Update ++ Nachdem Toyota den Ölpumpenantrieb als Fehlerquelle in Malaysia ausgemacht hat, drohte ein identischer Schaden bei Ralf Schumacher auch in Melbourne. Die Toyota-Mechaniker durften das gefährdete Teil nun ungestraft wechseln, Jacques Villeneuve muss dagegen im BMW zehn Ränge nach hinten.

Um ein Haar hätte Ralf Schumacher den Großen Preis von Australien (2.4.) schon vor dem ersten Anlassen des Motors zehn Startplätze weiter hinten aufnehmen müssen. Nachdem die Analyse der Panne in Sepang ergab, dass der vom 2005er Motor übernommene Ölpumpenantrieb die Achillesferse des neuen Toyota-V8 ist, fürchteten die Ingenieure einen identischen Defekt im aktuellen Motor, den Schumacher nach dem Malaysia-GP auch in Melbourne verwenden muss.

Toyota fragte bei der FIA an, ob die Ölpumpe gewechselt werden dürfe. Dazu mussten allerdings Siegel der FIA entfernt werden. Die Sportbehörde stimmte zu und beaufsichtigte den Umbau, so blieb Schumacher das Abrutschen in die hinteren Startreihen vorerst erpart.

Handverlesene Teile bei BMW

Insgesamt wechseln 15 Fahrer vor dem Rennen in Albert Park den Motor, darunter auch Nick Neidfeld. Der BMW-Fahrer wird allerdings nicht bestraft, da er durch seinen Motorplatzer in Sepang das Ziel nicht erreichte. Anders Teamkollege Jacques Villeneuve: Der Kandadier erhält für das Qualifying einen frischen Motor.

Die Schäden in Bahrain und Sepang waren auf qualitativ nicht einwandfreie Teile zurückzuführen. BMW brachte zwei modifizierte Motoren mit handverlesenen Teilen nach Melbourne, einer davon steckt in Heidfelds Auto. Da Villeneuves Motor noch auf dem alten Stand ist, befürchtet Theissen einen erneuten Motordefekt. "Jacques wird den zweiten Motor nach dem freien Training am Samstagmorgen bekommen. Als Folge wird er in der Startaufstellung zehn Plätze verlieren", sagt der Sportchef.

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