GP Australien

Pole für Button, Desaster für Ferrari

Foto: dpa

Jenson Button eroberte im Honda beim Großen Preis von Australien die dritte Pole Position seiner Karriere. Michael Schumacher erlebte dagegen einen schlechten Tag. Er verpasste die Runde der letzten Zehn und wurde Elfter.

Jenson Button war ein bisschen überrascht: "Wegen des Wetters war der Tag ganz schön hektisch, und anfangs hatten wir nicht allzu viel Grip. Unter diesen Umständen die Pole zu holen ist fantastisch", sagte der Engländer, der mit seiner Runde in 1:25,229 Minuten für die erste Trainingsbestzeit eines Honda-Chassis seit 1968 sorgte.

Die favorisierten Renault blieben in Schlagdistanz. Giancarlo Fisichella schlug Teamkollege Fernando Alonso im Kampf um Platz zwei um eine Zehntelsekunde. Rang vier ging an Kimi Räikkönen, der wiederum seinen Teamkollegen Juan Pablo Montoya um eine Zehntel distanzierte. Der Kolumbianer hatte sich zuvor in seiner Aufwärmrunde gedreht.

Schumi: Keine Ausreden

Mit Platz sechs holte Ralf Schumacher ein erfreuliches Ergebnis für Toyota. Er war zugleich der beste Deutsche, denn die vermeintlichen Trümpfe stachen nicht. Michael Schumacher lag in der zweiten Ausscheidung auf Rang elf, doch nur die besten Zehn kommen ins Quali-Finale. Auf seiner zweiten schnellen Runde begann es zu nieseln. Der Ferrari-Fahrer lenkte sein Auto in die Box und wollte den Regen nicht als Ausrede gelten lassen.

"Im zweiten Teil benutzte ich zwei neue Reifensätze, ich konnte aber nicht das Maximum aus ihnen herausholen. Die paar Regentropfen haben uns natürlich nicht geholfen, da sie genau zu meinem zweiten Versuch kamen, aber das Hauptproblem heute war die Tatsache, dass wir einfach zu langsam waren. Nun müssen wir herausfinden, was passiert ist und versuchen, morgen schneller zu sein", sagte Schumacher.

Nico Rosberg: "Zu viel Verkehr"

Da der neuntplatzierte Jacques Villeneuve mit seinem BMW wegen eines Motorwechsels um zehn Ränge nach hinten rückt, startet Schumacher am Sonntag (2.4.) von Platz zehn aus der fünften Reihe. Teamkollege Felipe Massa erwischte es noch ärger. Der Brasilianer war schon in der ersten Viertelstunde abgeflogen und belegte nur Rang 16. Wegen dieses Unfalls und einem Dreher von Yuji Ide musste das Abschlusstraining zwei mal kurz unterbrochen werden. Entsprechende Hektik herrschte anschließend beim Herunterzählen der Uhr.

"Es war einfach schrecklich viel Verkehr", sagte Nico Rosberg, für den seine dritte Formel 1-Qualifikation wenig erfreulich verlief. Der 20-Jährige landete aud Platz15. Lokalmatador Mark Webber schaffte im zweiten Williams immerhin Rang sieben, einen Platz vor Nick Heidfeld im BMW, der am Morgen im verregneten Freien Training noch Bestzeit gefahren hatte.

Glücklos waren auch Jarno Trulli und Rubens Barrichello. Der Italiener im Toyota schaffte zwar den Einzug ins Quali-Finale, konnte aber wegen eines Getriebeproblems in den entscheidenden 20 Minuten keine Runde fahren. Rubens Barrichello schied als 17. mit seinem Honda schon in der ersten K.o.-Runde aus.

Der große Preis von Australien beginnt am Sonntag um 6.00 Uhr MESZ.

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