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Sebastian Vettel

Der Siegesfinger ist wieder zurück

Sebastian Vettel ist wieder da angekommen, wo er im vergangenen Jahr aufgehört hat: auf der Überholspur. Mit der Pole-Position und dem Sieg im Rennen erlebte er wieder ein Wochenende ganz nach seinem Geschmack.

Die Formel 1 ist ein schnelles Geschäft. Wer Erfolg hat wird gefeiert, wer im Hintertreffen ist, wird schnell abgeschrieben. Sebastian Vettel hat sich genau zum richtigen Zeitpunkt wieder bemerkbar gemacht. Einige sahen schon eine Krise kommen. Drei Rennen ohne einen Sieg oder eine Pole-Position. Es war nicht das, was man von dem 24-Jährigen in der vergangenen Saison gewohnt war. Doch Vettel selbst bewahrte die Ruhe. Glaubte an sich selbst. Nun ist er WM-Führender.

Sieg dem Team gewidmet

Mit der Pole-Position und dem Sieg in Bahrain lieferte Vettel den Beweis auf dem Asphalt. In der Wüste durfte er seinen Siegesfinger wieder in die Kameras strecken. "Ich bin natürlich sehr glücklich", sagte Vettel nach der Zieldurchfahrt. "Das hatten wir nicht erwartet, als wir ins Wochenende gestartet sind. Ich habe mich aber das ganze Wochenende besser mit dem Auto gefühlt. Dieser Sieg geht an das ganze Team, die in der letzten Zeit hart arbeiten mussten."

Das Gefühl im Auto war der Schlüssel zum Erfolg. Vettel hat wieder Vetrauen in sein Auto und konnte so den Grenzbereich weiter ausloten. "Im Rennen war es entscheidend, dass ich einen guten Start hatte und in der Lage war, zwei bis drei Sekunden wegzufahren", sagt der Red Bull-Pilot. "Das war ein großer Vorteil, denn wir mussten immer auf einem gebrauchten Reifensatz raus, weil wir gestern fast alle im Qualifying gebraucht haben."

Grosjean macht Druck

Bereits in der dritten Runde trennten Vettel und Lewis Hamilton 3,3 Sekunden. Dass McLaren im ersten Stint das Tempo nicht ansatzweise mitgehen konnte, spielte Vettel in die Karten. Erst als Romain Grosjean von hinten im Lotus an Hamilton vorbei zog, geriet er unter Druck. "Romain hatte die gleiche Pace wie ich, wir waren nur am Ende des Stints etwas besser", meint Vettel.

Doch Grosjean sollte nicht sein Gegner bleiben. Kimi Räikkönen vernaschte seinen Teamkollegen und war ab der Rennmitte Vettels neuer Gegenspieler. "Ich wusste, dass Kimi neue Reifen hat und bis zur letzten Runde eine große Gefahr ist", sagt er. "Ich dachte er überholt mich ganz einfach, aber zum Glück hatte er die gleichen Probleme wie ich und wir konnten eine Lücke herausfahren."

Bei der Zieldurchfahrt trennten die beiden 3,3 Sekunden. Selbst Vettel war von dem Tempo im Rennen überrascht. Nach der Zieldurchfahrt musste er seine Abbey am Streckenrand abstellen. "Es war ein sehr schnelles Rennen, die Pace war extrem hoch. Wir hatten zu keiner Zeit eine Möglichkeit uns auszuruhen. Es gab viel Druck von hinten." Vettel musste deshalb zur Siegerehrung joggen. "Aber da habe ich ein wenig Extra-Kers gefunden", witzelt er.

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