GP Bahrain

Doppelsieg für Ferrari - Button Dritter

Foto: dpa

Michael Schumacher hat bei der Grand-Prix-Premiere in Bahrain seinen dritten Saisonsieg in Serie gelandet. Der Ferrari-Pilot gewann am Sonntag (4.4.) das erste Rennen im Mittleren Osten vor Teamkollege Rubens Barrichello.

Der Weltmeister gewann nach 57 Runden auf dem Wüstenkurs mit 1,3 Sekunden Vorsprung auf seinen brasilianischen Teamkollegen. Wie schon vor zwei Wochen wurde Jenson Button im BAR-Honda Dritter – Takuma Sato rundete mit Rang fünf das gute BAR-Ergebnis ab.

Renault zeigte erneut eine solide Vorstellung: Jarno Trulli holte mit Platz vier sein bislang bestes Saison-Resultat. Fernando Alonso, der nach einem Fahrfehler im Training aus der drittletzten Startreihe ins Rennen gegangen war, holte trotz eines unplanmäßigen Stopps noch Rang sechs vor Ralf Schumacher und Mark Webber.

Nach dem 73. Sieg seiner Karriere strahlte Schumacher: „Es war heute ein hartes Stück Arbeit, denn die Bremsen mussten geschont werden. Das rechte Vorderrad hat angefangen zu blockieren und ich hatte Vibrationen. Auch die Reifen musste geschont werden. Ich hatte ein tolles Wochenende. Am Freitag und Samstag hatten wir mit der Abstimmung noch Probleme, als die Bedingungen sich geändert haben. In Bezug auf die Meisterschaft haben wir einen Schritt nach vorne gemacht, zumal die Konkurrenz heute nicht ganz so stark war.“

„Das größte Problem heute war, auf der Ideallinie zu bleiben“, meinte Schumacher weiter. „Hier rutscht du ganz schnell mal aus. Es war sehr tricky. Ein großes Kompliment an die Veranstalter: Sie haben eine tolle Anlage geschaffen.“

„Ich hatte in tolles Auto“, freute sich der Zweitplatzierte Barrichello. Eine Schrecksekunde erlebte der Brasilianer beim Start. „Meine Bremsen waren etwas zu kalt. Daher haben die Vorderräder blockiert. Beinahe hätte ich Michael touchiert.“

Debakel für Mercedes und BMW

In seiner fünften Formel 1-Saison scheint bei Jenson Button der Knoten geplatzt zu sein. „Nach dem Training war ich als sechster etwas enttäuscht“, meinte der Brite. „Platz drei heute war ein tolles Ergebnis. Man musste sehr aufpassen, auf der Ideallinie bleiben. Auch meine Boxenstopps waren sehr gut.“ In diesem Punkt irrte der Brite allerdings: Langsamer als die BAR wurde kaum ein anderes Auto abgefertigt. Mögliche Erklärungen: Entweder benötigt der Tankwart zu lange beim Aufstecken und Abziehen des Rüssels, oder der Honda-Motor, der neben dem BMW-Motor als Einziger mehr 900 PS leistet, braucht deutlich mehr Benzin als die Triebwerke der Konkurrenz.

Schmachvoll schnitt McLaren-Mercedes ab: Beide Silberpfeile wurden durch Motorschäden dahingerafft. Kimi Räikkönen scheiterte schon nach acht Runden mit spektakulär brennendem Heck. David Coulthard rollte hingegen erst in der siebtletzten Runde nach seinem vierten Boxenstopp an Ende der Boxengasse aus. Grund: Die Ventilpneumatik hatte versagt.

Kaum besser als bei Mercedes war die Bilanz von Erzfeind BMW. Ein Getriebeschaden kostete Juan Pablo Montoya im Williams den sicher scheinenden dritten Platz. Ralf Schumacher war in der Anfangsphase des Rennens in eine Rempelei mit Takuma Sato verwickelt. Mehr als Rang sieben, mit fast einer Minute Rückstand auf seinen siegreichen Bruder, war nach dem frühen Boxenstopp nicht drin für den Deutschen.

Von den 20 Startern schieden nur vier aus, beide McLaren und ein Williams sowie ein Minardi. Mit dem Maximum von 30 Punkten baute der Champion seine WM-Führung weiter aus und unterstrich seine Favoritenrolle auf den siebten Titelgewinn. Barrichello (21 Punkte) ist Zweiter vor Button (15) und Montoya (12). Ralf Schumacher hat nun sieben Zähler. Nick Heidfeld konnte im wenig konkurrenzfähigen Jordan erwartungsgemäß nicht in den Kampf um Punkte eingreifen. Der Mönchengladbacher kam auf den 15. Platz.

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