GP Bahrain

Erste Bestzeit geht an BMW

Foto: Daniel Reinhard

Beim ersten Freien Training zum Großen Preis von Bahrain fuhr der Pole Robert Kubica die schnellste Runde vor Alex Wurz im Williams-Cosworth, der 0,014 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit verbuchte. Michael Schumacher wurde Vierter.

Bei 1:32,170 Minuten blieb die Zeitmessung für Robert Kubica im BMW stehen. Der Testfahrer war nicht nur schnellste des ersten Trainings, mit 20 Testrunden war er auch der fleißigste. "Die Zeiten sagen noch nicht allzu viel aus, aber es ist ermutigend, dass der Robert so weit vorn liegt. Im zweiten Training werde auch ich mehr fahren", sagt Nick Heidfeld, der ohne gezeitete Runde blieb.

Kimi Räikkönen und Michael Schumacher drehten jeweils fünf Runden. Sie kamen mit je 1,2 Sekunden Rückstand auf die Platze drei und vier. GP-Neuling Markus Winkelhock,Testfahrer bei MF1-Toyota, kam mit mehr als fünf Sekunden Rückstand auf Rang 15. Weltmeister Fernando Alonso ließ es mit zwei langsamen Installationsrunden bewenden und wurde auf dem Zeitenmonitor nicht geführt. Neben Alonso traten weiter neun Stammkräfte nicht an.

Die Stars lungern vor dem Fernseher

Fünf Monate und zwei Tage hat die Formel 1 Pause gemacht. Nach wie aber gelten zwei Faustregeln. Erstens: Am Freitag schlägt der große Stunde der Testfahrer, die am ersten Trainingstag von jenen sechs Teams eingesetzt werden dürfen, die in der Konstrukteurs-WM 2005 schlechter als Platz vier plaziert waren.

Zweitens: Die Stars schauen sich die Darbietungen ihrer Helfershelfer ganz entspannt am TV-Bildschirm an. Eigentlich eine paradoxe Situation, denn bei den Wintertestfahrten bettelten viele Teammanager um jede Runde. So versuchte man beispielsweise in Valencia das Testende von 17 Uhr auf 17.15 herauszuzögern.

Rätsel um Davidson

Den wenigen Fans auf den Tribünen von Bahrain bot sich heute ein seltsames Bild: In den ersten 40 Minuten ließ sich keiner der Stammfahrer auf der Strecke blicken. Sie wollen Reifen sparen und die Motoren, die nach wie vor zwei Rennwochenenden halten müssen, bestmöglichst schonen.

Paradox ist es aber, dass Honda weitgehend auf die Dienste seines Testfahrers Anthony Davidson verzichtet. Mehr als zwei Runden durfte der kleine Brite nicht drehen. Dabei muss Davidson weder Reifenkontingent noch die Motorlebensdauer im Auge behalten.

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