GP Bahrain

Pole Position für Michael Schumacher

Foto: dpa

Michael Schumacher hat die Pole Position beim GP von Bahrain erobert. Der Ferrari-Pilot fuhr am Samstag (3.4.) in der Qualifikation mit 1:30,139 Minuten die schnellste Zeit und startet damit zum 58. Mal in seiner Karriere und zum dritten Mal in dieser Saison von Platz eins.

„Ein schwieriger Kurs“, fasste Schumacher zusammen. „Man macht hier sehr leicht Fehler. Aber das passiert allen Fahrern. Ich bin froh, dass es für mich gelangt hat. So gesehen, ist das Ergebnis eine optimale Voraussetzung für ein spannendes, heißes Rennen.“

Für die Startplätze drei und vier qualifizierten sich Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher in den Williams-BMW. Der Rückstand der Weiß-blauen auf Ferrari betrug rund vier Zehntelsekunden. Nach zwei von drei Streckensektoren war Montoya noch auf Bestzeitkurs gelegen. Doch ein Schlenker im dritten Sektor machten seine Hoffnungen zunichte. Etwas Befriedigung mag der Kolumbianer aus der Tatsache gezogen haben, dass er zum dritten Mal in diesem Jahr seinen deutschen Teamkollegen im Trainingsduell bezwang, auch wenn der Abstand diesmal nur fünf Hunderstelsekunden betrug.

Jaguar-Pilot Klien verdrängt Teamkollege Webber

Das Starterfeld präsentiert sich am Sonntag in den ersten drei Startreihen farblich wohl geordnet: In Startreihe eins trägt man rot, in Reihe zwei weiß-blau, in Reihe drei weiß-rot, die Farben von BAR-Honda. Der Aufwärtstrend bei BAR setzte sich auch in der Wüste fort. Jenson Button musste sich im Teamduell überraschend dem Japaner Takuma Sato beugen. Im freien Training hatte Button, der Überraschungs-Dritte von Malaysia, mit 1.29,552 Minuten sogar die bislang schnellste Runde des Wochenendes gedreht.

Auch Jaguar-Fahrer Christian Klien lernt schnell. Bei seinem dritten GP brachte der junge Vorarlberger das Kunststück fertig, seinen Teamkollegen Mark Webber zu bezwingen: Rang zwölf für Klien, Platz 14 für den Australier.

Eine schwere Enttäuschung musste Renault hinnehmen. Jarno Trulli kam immerhin auf Rang sieben. Fernando Alonso hingegen zog sich den Zorn seines Chefs Flavio Briatore zu. Der Spanier schaffte es, in seiner Runde drei kapitale Fehler unterzubringen. Wobei es sich wohl um Bremsprobleme am Renault handelte. „Wir haben an den Bremsen nichts verändert“, so Alonso. 3,9 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit bedeutete den 17. Rang, knapp vor den Minardi-Fahrern.

Debakel bei McLaren-Mercedes

Für McLaren-Mercedes blieben nur die Startplätze zehn und 19. Das Debakel hatte sich schon gestern angebahnt, als der Mercedes-Motor im Auto von Kimi Räikkönen den Dienst versagte. Der fällige Motorwechsel wird mit einer Strafversetzung um zehn Startplätze geahndet. Aus taktischen Gründen entschied Teamchef Ron Dennis dafür, dass Räikkönen das Einzelzeitfahren abbrach. David Coulthards Rückstand auf die Bestzeit betrug stramme 1,6 Sekunden.

Aus der letzten Startreihe wird morgen Nick Heidfeld ins Rennen gehen. Im Jordan des Deutschen musste gestern der Ford-Motor getauscht werden. Im Einzelzeitfahren schlug sich Heidfeld mit Rang 15 dennoch wacker. Seinem Teamkollegen Giorgio Pantano knöpfte er sechs Zehntelsekunden ab. Dies, obwohl Heidfeld mit einem schweren Auto als seine Konkurrenten fuhr. Der Deutsche wird morgen mit einer Zwei-Stopp-Strategie ins Rennen gehen. Es wird erwartet, dass die meisten anderen Fahrer auf eine Drei-Stopp-Taktik vertrauen.

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