GP Bahrain

Schumi schockt die Konkurrenz

Foto: dpa

Ferrari hängte im zweiten Training in Bahrain alle anderen GP-Fahrer ab. Lediglich die Testfahrer Anthony Davidson (Honda) und Alexander Wurz (Williams) konnten das Tempo der Roten mitgehen. Weltmeister Fernando Alonso wurde Fünfter. Für Kimi Räikkönen endete der Tag wieder einmal mit einer Panne.

Während sich die Honda-Stammfahrer Jenson Button und Rubens Barrichello clever zurückhielten und mit den Plätzen neun und 18 zufriedengaben, deckte das Ferrari-Duo seine Karten wohl schon auf: Michael Schumacher fuhr die zweitschnellste Zeit, Felipe Massa kam auf Platz vier.

Das Trainingsergebnis zeigt auch, dass die Teilnahme an den Bahrain-Testfahrten im Februar, an denen nur Honda, Ferrari und Toro Rosso teilnahm, wohl doch nutzbringend war. Genau dies hatte Weltmeister Fernando Alonso bezweifelt: „Reine Zeitverschwendung, weil die Strecke meist ziemlich schmutzig war.“ Der Spanier kam mit einem Rückstand von 1,1 Sekunden auf Platz fünf.

Kimi schiebt

Als Dritter setzte sich Williams-Tester Alex Wurz gut in Szene. Der Österreicher deutete mit seiner Leistung an, dass Williams-Cosworth zum erweitertern Kreis der Favoriten zu zählen ist. Die Stammfahrer Nico Rosberg und Mark Webber schonten indes die Technik ihrer Autos.

Mit Technikproblemen startete McLaren in die neue Saison. Kimi Räikkönen mußte in seinen MP4-21 wegen Elektrikproblemen anhalten. Der Finne schob seinen Silberpfeil eigenhändig hinter die Leitplanken in Sicherheit. Jarno Trulli im Toyota wurde von einem Hydraulikproblem gestoppt.

Toro Rosso auf Platz sechs

GP-Debütant Markus Winkelhock war mit seinem MF1 lange Schnellster von fünf Toyota-motorisierten Fahrern. Der Schwabe, der abgesehen von einem kleinen Ausrutscher kurz vor Trainingsende eine solide Vorstellung zeigte, landete schlußendlich auf Platz 22, einen Rang hinter Ralf Schumacher im „Werks“-Toyota. Zweitbester Deutscher wurde so Nick Heidfeld, der sich mit seinem BMW auf Platz 14 einordnete.

Für eine dicke Überraschung sorgte Vitantonio Liuzzi. Der Italiener fuhr in den Toro Rosso (mit drehzahlbegrenztem V10-Cosworth-Motor) auf Platz sechs. Dabei war er deutlich schneller als die Minardi im Vorjahr; ein Verdienst der nun besseren Michelin-Reifen, im Vorjahr fuhren die Italiener noch Kundenreifen von Bridgestone.

Ernsthafte Schlussfolgerungen lassen sich aus dem ersten Aufgallopp natürlich noch nicht ziehen. Denn die Platzhirsche der Szene werden erst morgen im Qualifikationstraining wirklich ernst machen.

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