GP Brasilien 2010

Buemi schimpft auf Taktik und auf Massa

Sebastian Vettel GP Brasilien 2010 Foto: xpb 36 Bilder

Sebastien Buemi hat eine durchwachsene zweite Saisonhälfte. Teamkollege Jaime Alguersuari wird immer stärker. Da tut es besonders weh, wenn WM-Punkte möglich waren, aber leichtfertig verschenkt wurden. Buemis Zorn richtete sich auf die Rennstrategie und Felipe Massa.

Sebastien Buemi hatte einen dicken Hals, als er von den TV-Interviews Richtung ToroRosso-Box lief. Platz 13 ist eine Enttäuschung, wenn man WM-Punkte vor Augen hat. "Es war möglich. Ich lag nach dem Start vor Kobayashi, und der ist am Schluss Zehnter geworden." Der Schweizer hatte an seiner Fahrt nichts auszusetzen. Seiner Meinung nach gingen mögliche Punkte wegen einer zu konservativen Taktik verloren. 

Buemi steht teamintern unter Druck 

"Wir waren mit unserer Taktik zu brav. Statt früher oder später als die anderen Reifen zu wechseln, machen wir das gleiche wie unsere Gegner. Da kannst du nichts gewinnen." Gegen die Sauber, Force India und Renault kämpfte Buemi in Interlagos mit einer Hand auf dem Rücken: "Ohne F-Schacht mussten wir mit minimalem Abtrieb fahren, um beim Topspeed einigermaßen bei der Musik zu sein. Da rutschst du in den Kurven nur herum, und die Reifen gehen viel schneller kaputt. Vorallem die weichen. Da ist es unheimlich schwer, deine Position zu verteidigen." Buemi hätte sich deshalb lieber einen frühen Wechsel auf die härtere Mischung gewünscht. Mit ein paar schnellen Runden am Anfang hätte er so Zeit auf seine Vorderleute machen können, die zum Teil langsamer waren als er selbst.

Buemi steht intern immer mehr unter Druck. In den letzten sieben Rennen gewann Jaime Alguersuari fünf Mal das Trainingsduell. Da tröstet es wenig, wenn die Bilanz immer noch 11:7 für den Westschweizer steht.  

"Massa soll nach Hause gehen" 

Immerhin bewies Buemi im Rennen Zweikampfstärke. Felipe Massa biss sich im Duell mit dem ToroRosso-Piloten die Zähne aus. Für die Kollision mit dem Ferrari-Piloten fand Buemi nur einen Kommentar: "Massa soll nach Hause gehen. Er war der einzige der Fahrer in den schnelleren Autos, der nicht an mir vorbeikam, und das in einem Ferrari."

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