GP Brasilien 2012 (Training 3)

Ferrari fährt Konkurrenz hinterher

Jenson Button - McLaren - Formel 1 - GP Brasilien - Sao Paulo - 23. November 2012 Foto: xpb 84 Bilder

Red Bull und McLaren haben auch im dritten Training das Geschehen in Sao Paulo dominiert. Bei Ferrari gibt es Sorgenfalten: Fernando Alonso und Felipe Massa fanden sich in der Generalprobe für das Qualifying am Ende der Top Ten wieder.

Im WM-Kampf kündigt sich eine Vorentscheidung an. Bei heißen Temperaturen am Freitag konnte Ferrari das Tempo der Konkurrenz noch mitgehen. Auf dem deutlich kühleren Asphalt am Samstag scheinen McLaren und Red Bull deutlich schneller.

Jenson Button drehte im dritten Training in 1:13.188 Min. die schnellste Runde des Wochenendes. Sebastian Vettel war dem Briten mit 57 Tausendsteln Rückstand dicht auf den Fersen. Auch die Teamkollegen von Button und Vettel blieben nicht weit zurück. Mark Webber und Lewis Hamilton landeten mit zwei Zehnteln Rückstand auf den Plätzen drei und vier.

Grosjean schnell, Räikkönen schnell draußen

Der erste Verfolger von Red Bull und McLaren hieß Romain Grosjean im Lotus. Mit nur zweieinhalb Zehnteln Rückstand ist das schwarz-goldene Auto eine echte Gefahr für das Qualifying. Der Franzose ist ein Spezialist für die schnelle Runde. Ein kleiner Fehler im Spitzenquartett und Grosjean ist ein Kandidat für die ersten beiden Reihen.
 

Für Teamkollege Kimi Räikkönen lief es dagegen gar nicht gut. Nachdem der Finne schon fast das komplette erste Training mit Motorenproblemen aussetzen musste, platzte der Renault-V8 im dritten Training komplett. Der französische Motorenhersteller hat aber noch Ersatz, so dass Kimi in der Mittagspause straffrei wechseln kann.

Force India schneller als Ferrari

Hinter Grosjean meldete auch Force India Ansprüche auf einen Platz im Top Ten-Finale an. Paul di Resta und Nico Hülkenberg zeigten sich mit nur drei bzw. vier Zehnteln Rückstand stark verbessert im Vergleich zum Vortag. "Das war ein komplett anderes Auto", strahlte Hülk schon nach den ersten Runden.

Hülkenberg könnte seinem Landsmann Vettel im Qualifying Schützenhilfe leisten. Im dritten Training verwies der Rheinländer Fernando Alonso um ein knappes Zehntel auf Rang acht. Auch der zweite Ferrari von Felipe Massa kam nicht richtig in Schwung. Nur Platz zehn hinter Pastor Maldonado – ebenfalls mit mehr als einer halben Sekunde Rückstand.

Mercedes außerhalb der Top Ten

Bei Mercedes scheint der Speed mit den heißen Temperaturen ebenfalls verflogen. Nico Rosberg und Michael Schumacher sortierten sich auf den Plätzen zwölf und 15 ein. Schumi fiel mit einigen spektakulären Verbremsern auf. Dem Silberpfeil fehlte es offenbar an Grip. Der letzte Deutsche im Bunde, Timo Glock, kam vor Marussia-Teamkollege Charles Pic und den beiden HRT auf Rang 20.

Ein Fragezeichen schwebt weiter über dem Wetter. Die meisten Prognosen gehen im Rennen von Regen aus. Viele Piloten könnten auch auf trockener Strecke im Qualifying mit einer Abstimmung für feuchte Bedingungen starten. Vor dem Rennsonntag darf in Sao Paulo also niemand feiern.

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