GP Brasilien 2016 (Ergebnis Training 2)

Rosberg rückt an Hamilton heran

Lewis Hamilton - Mercedes - GP Brasilien - Interlagos - Freitag - 11.11.2016 Foto: xpb 105 Bilder

Nico Rosberg hat im zweiten Training den Abstand zu Lewis Hamilton verkürzt. Hinter Mercedes folgte überraschend Williams. Red Bull und Ferrari hatten das Nachsehen. Fernando Alonso sorgte für Lacher.

Im ersten Freien Training zum GP Brasilien 2016 distanzierte Lewis Hamilton seinen WM-Rivalen noch um 0,230 Sekunden. Am Nachmittag rückte Rosberg dem Titelverteidiger aber auf die Pelle. Besonders auf der weichen Pirelli-Mischung. Der WM-Führende minimierte den Abstand auf 30 Tausendstel.

Zeiten langsamer als am Vormittag

Die schnellsten Zeiten blieben über denen vom Vormittag. Vermutlich, weil die Sonne das Asphaltband auf 50 Grad erwärmte. Im ersten Training waren es noch 35. Hamiltons Bestzeit von 1:12.271 Minuten lag gute vier Zehntel über seiner Marke vom Vormittag. Die Teams erwarten für Samstag und Sonntag einen Abfall der Temperaturen. Die Rede ist von 30 respektive 25 Grad. Das würde bedeuten, dass die gewonnenen Daten und Erkenntnisse vom Freitag nur schwer verwertbar sind. Es heißt abwarten.

Einem Team kamen die hohen Temperaturen besonders entgegen: Williams. Der englische Traditionsrennstall war in der zweiten Übungseinheit erster Mercedes-Verfolger. Valtteri Bottas krallte sich mit fast einer halben Sekunde Rückstand den dritten Platz. Lokalheld Felipe Massa blieb 28 Tausendstel über der Zeit seines Stallrivalen und wurde Vierter. Ob Williams mit weniger Sprit und einer höheren Leistungsfreigabe nachgeholfen hat? Oder ist man einfach schnell? Qualifying und Rennen werden es zeigen.

Max Verstappen fiel von Position zwei in der Früh auf Rang sechs zurück (+ 0,657 Sek.). Teamkollege Daniel Ricciardo war diesmal schneller als der Holländer. Aber auch der Rückstand des Australiers war mit 0,557 Sekunden zu Hamilton bereits sehr groß angesichts der kurzen Strecke von nur 4,309 Kilometer.

Ferrari hinter Red Bull

Ferrari packte endlich wie die Konkurrenz die weichere Mischung aus. Am Vormittag hatte man sich noch auf Tests auf den Mediums beschränkt. Trotzdem riss weder die schnellste Runde von Sebastian Vettel noch der beste Umlauf von Kimi Räikkönen die roten Fans von den Sitzen. Der Finne plagte sich in der letzten halben Stunden noch mit Bremsproblemen herum, die laut Ferrari von einem Abreißvisier ausgelöst wurden. Vermutlich verfing sich eines in den Bremsschächten. Es führte dazu, dass Räikkönen vorzeitig aus dem Auto kletterte und Vettel das Longrun-Programm größtenteils alleine stemmen musste.

Räikkönen geriet vor seinen Problemen mit Carlos Sainz ins Gehege. Die Schiedsrichter untersuchten den Vorfall zwischen den beiden Piloten. TV-Aufnahmen zeigten, wie der Ferrari-Pilot den Spanier rechts überholte, um dann diagonal in die Box zu brettern. Ob Räikkönen aus Ärger über Sainz so gehandelt hat? Laut Rennkommissaren ging es um die Kurvensequenz 11 bis 15. Man überprüfte, ob Sainz gegen Artikel 27.5 des Sportgesetzes verstoßen hat. Auch gegen Räikkönen wurde ermittelt.

Beide Piloten mussten bei den Kommissaren antanzen. Und beide wurden nach Sichtung von weiteren Aufnahmen, der Auswertung von Funksprüchen und Telemetrie-Daten freigesprochen. Räikkönen und Sainz gaben die gleiche Sichtweise zu Protokoll. Beide brachen ihre schnelle Runde in Kurve neun ab. Danach war man sich nicht einig, weil der jeweils eine nicht wusste, was der andere genau vorhat. Auf dem Weg bergauf ging der Toro Rosso in den Modus, Energie zu rekuperieren. Deshalb hatte der Finne einen großen Überschuss. Die Stewards hielten ihm zugute, dass er die weiße Linie bei der Boxeneinfahrt nicht kreuzte.

Nico Hülkenberg drang in seinem Force India auf den neunten Rang vor. Teamkollege Sergio Perez schaffte es nur auf die 14. Stelle. Vor allem die Williams-Vorstellung dürfte bei den Verantwortlichen und Fahrern die Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Schließlich kämpft man gegen die weiß-blauen Rennwagen um den vierten Platz in der Konstrukteurs-WM. Jenson Button angelte sich den letzten Rang in den Top 10.

Teamkollege Fernando Alonso (11.) rollte mit einem ERS-Problem in der dritten Kurve aus. Der Spanier nahm das Hybrid-Problem mit Humor. Zuerst spielte er mit Reifenschnipseln Fußball. Dann nahm er wie ihm Vorjahr auf einem Klappstuhl Platz. Diesmal sonnte sich Alonso aber nicht, sondern verfolgte vor einem Monitor das restliche Training. Pascal Wehrlein klagte in der zweiten Session über das Setup. Er wurde Letzter.

GP Brasilien 2016: Ergebnis Training 2

Fahrer Team Zeit / Rückstand Runden
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:12.271 Minuten 41
2. Nico Rosberg Mercedes + 0.030 Sek. 40
3. Valtteri Bottas Williams + 0.490 47
4. Felipe Massa Williams + 0.518 43
5. Daniel Ricciardo Red Bull + 0.557 43
6. Max Verstappen Red Bull + 0.657 45
7. Sebastian Vettel Ferrari + 0.731 45
8. Kimi Räikkönen Ferrari + 0.776 24
9. Nico Hülkenberg Force India + 1.028 42
10. Jenson Button McLaren + 1.169 19
11. Fernando Alonso McLaren + 1.301 18
12. Daniil Kvyat Toro Rosso + 1.418 46
13. Carlos Sainz Jr. Toro Rosso + 1.530 47
14. Sergio Perez Force India + 1.647 38
15. Romain Grosjean Haas + 1.803 35
16. Kevin Magnussen Renault + 1.838 47
17. Felipe Nasr Sauber + 2.038 40
18. Esteban Ocon Manor + 2.046 46
19. Jolyon Palmer Renault + 2.165 43
20. Esteban Gutierrez Haas + 2.287 42
21. Marcus Ericsson Sauber + 2.424 21
22. Pascal Wehrlein Manor + 2.687 22
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Kommentar schreiben
Neues Heft
Top Aktuell Sean Bull Design - Formel 1 2021 - Lackierung - Lotus 98T Alte Designs auf 2021er Auto So sehen die Autos großartig aus
Beliebte Artikel Lewis Hamilton - GP Brasilien - Interlagos - Freitag - 11.11.2016 GP Brasilien 2016 (Training 1) Hamilton vorn, Rosberg Dritter Horner, Lauda, Ecclestone, Wolff & Arrivabene - Formel 1 - 2016 Neue Regeln in Strategiegruppe Ecclestone will einfachere Regeln
Anzeige
WhatsApp Newsletter
WhatsApp Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Sportwagen VLN 7 - Nürburgring - 22. September 2018 VLN, 7. Lauf 2018 Black Falcon siegt vor Frikadelli Falken Porsche 911 GT3 R 2019 - VLN 7 - 20. September 2018 VLN Vorschau, 7. Lauf 2018 Falken mit neuem Porsche
Allrad Kia Niro EV Elektro-SUV Kia e-Niro (2019) Elektro-SUV mit 485 km Reichweite Seat Tarraco, SUV, Offroad, Allrad, 7-sitzer Seat Tarraco (2019) Lesen Sie hier alles zum neuen Seat-SUV
Oldtimer & Youngtimer VW Käfer 1302 LS Cabriolet, Frontansicht Top 10 Ranking H-Kennzeichen Die Oldtimer-Charts 2018 Volkswagen Käfer 1200 Cabriolet (1961) VW Käfer Auktion Schwedens größtes Käfer-Museum macht zu