GP Brasilien

Die Roten am ersten Tag wieder Spitze

Foto: dpa

Rubens Barrichello hat bei seinem Heim-GP am ersten Trainingstag eine Duftmarke gesetzt. Mit 1.11,166 Minuten schaffte der Ferrari-Fahrer die Bestzeit. Dabei blieb er um sage und schreibe 2,7 Sekunden unter seiner Bestzeit im Qualifying vor Jahresfrist. Rang zwei belegt Kollege Schumi.

Selbst Jaguar-Fahrer Christian Klien, heute gerade mal 21., unterbot die Marke vom Vorjahres-Qualifying. Michael Schumacher rückte beim zweiten freien Training zum GP von Brasilien die Maßstäbe wieder zurecht. Nachdem der Weltmeister am Morgen nur Platz elf belegt hatte, schaffte er bei der einstündigen Nachmittagssitzung Rang zwei.

Hinter dem roten Duo steckte Kimi Räikkönen als Dritter seinen Claim ab – mit gerade mal drei Zehntelsekunden Rückstand auf die Bestzeit. Dem Finnen im Nacken saß das BAR-Honda-Trio: Jenson Button, Anthony Davidson und Takuma Sato okkupierten die Plätze vier bis sechs. Damit wurde Michael Schumachers Prognose bestätigt. „Hier in Interlagos habe ich vor allem McLaren, BAR-Honda und meinen Bruder auf der Rechnung“, meinte der Weltmeister gestern.

In Bezug auf Ralf lag der große Schumi allerdings zumindest heute daneben. Denn der beim Vormittagstraining zu beobachtende Aufwärtstrend von Williams-BMW war offenbar nur vorübergehender Natur: Mehr als die Plätze zehn und elf waren für Bruder Ralf und Juan Pablo Montoya nicht drin. Am Vormittag war der Kolumbianer noch Schnellster gewesen. „Die Strecke ist extrem wellig“, klagte der Deutsche, „mein Auto liegt sehr unruhig.“ Ein Aufrufezeichen hingegen setzte Felipe Massa im Sauber-Ferrari als Achter.

Auffällig ist die extrem hohe Leistungsdichte: Selbst der 20., Gimmi Bruni aus dem oft nur milde belächelten Minardi-Team lag gerade mal 2,3 Sekunden hinter der Bestzeit. Die Zeit des Italieners hätte 2003 noch für die Pole-Position gereicht. Eine starke Leistung bot der Holländer Robert Doornbos im Jordan-Ford. Der Testfahrer der Gelben schaffte Rang 13. Die beiden Deutschen Nick Heidfeld und Timo Glock hingegen reihten sich auf den Plätzen 19 und 22 ein.

Die Ergebnisse: Williams-BMW wieder zurückgefallen

1. Rubens Barrichello, Ferrari: 1'11"166 Minuten
2. Michael Schumacher, Ferrari: 1'11"334
3. Kimi Raikkonen, McLaren-Mercedes: 1'11"526
4. Jenson Button, BAR-Honda: 1'11"731
5. Anthony Davidson, BAR-Honda: 1'11"920
6. Takuma Sato, BAR-Honda: 1'11"988
7. Fernando Alonso, Renault: 1'12"005
8. Felipe Massa, Sauber-Ferrari: 1'12"183
9. Ryan Briscoe, Toyota: 1'12"209
10. Ralf Schumacher, Williams-BMW: 1'12"235
11. Juan Pablo Montoya, Williams-BMW: 1'12"280
12. Jacques Villeneuve, Renault: 1'12"316
13. Robert Doornbos, Jordan-Ford: 1'12"345
14. Riccardo Zonta, Toyota: 1'12"347
15. David Coulthard, McLaren-Mercedes: 1'12"430
16. Jarno Trulli, Toyota: 1'12"545
17. Giancarlo Fisichella, Sauber-Ferrari: 1'12"631
18. Mark Webber, Jaguar: 1'12"816
19. Nick Heidfeld, Jordan-Ford: 1'13"114
20. Gianmaria Bruni, Minardi-Ford: 1'13"467
21. Christian Klien, Jaguar: 1'13"509
22. Timo Glock, Jordan-Ford: 1'13"966
23. Zsolt Baumgartner, Minardi-Ford: 1'13"979
24. Björn Wirdheim, Jaguar: 1'14"303
25. Bas Leinders, Minardi-Ford: 1'14"754

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