GP Brasilien

Montoya im ersten Training vorn

Foto: dpa

Der Aufwärtstrend von Williams-BMW hält offenbar an. Beim ersten freien Training zum GP von Brasilien setzte Juan Pablo Montoya mit 1.12,547 Minuten die Bestzeit. Damit unterbot der Kolumbianer schon beim ersten Aufgalopp auf der noch ziemlich schmutzigen und daher langsamen Piste die Trainungsbestzeit aus dem Vorjahr um 1,3 Sekunden. Ralf Schumacher rundete als Dritter das gute Ergebnis für Williams ab.

Sensationell mutet der zweite Platz für Toyota-Testfahrer Ryan Briscoe an. Es steht allerdings zu vermuten, dass der Australier mit extrem wenig Benzin an Bord fuhr. Briscoes Teamkollegen Jarno Trulli und Ricardo Zonta, der einen spektakulären Dreher verbuchte, rangierten nur auf den Plätzen sieben und 15. Jeweils zehn Kilogramm weniger Benzinlast bedeutet laut den Renault-Ingenieuren in Interlagos eine Verbesserung der Rundenzeit um 0,27 Sekunden.

Gut aus den Startlöchern kam McLaren-Mercedes. Kimi Räikkönen schaffte den vierten Rang, David Coulthard den sechsten Platz. Recht gemütlich gingen es die Ferrari-Piloten an: Rubens Barrichello ist Neunter, Michael Schumacher nur Elfter. Damit taktiert man bei Ferrari offenbar anders als bei den meisten Rennen in diesem Jahr: Bislang hatten die Roten fast immer schon beim ersten Training mit wenig Benzin an Bord eine Wunderzeit auf die Bahn gelegt, um die Konkurrenz unter Druck zu setzen.

Während sich am heutigen Freitag nach einigen trüben, regnerischen und
nebligen Tagen in Sao Paulo erstmals wieder die Sonne zeigte, verspricht die Wettervorhersage für den Renn-Sonntag wenig Gutes: Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt 80 Prozent. Die Regenschlacht von Interlagos im Vorjahr ist noch in bester Erinnerung: Michael Schumacher rutschte damals auf einer Wasserlache ins Aus, Rubens Barrichello rollte, den Sieg vor Augen, mit leerem Tank aus. In den Schlussrunden
bauten Mark Webber und Fernando Alonso spektakuläre Unfälle. Dann wurde mit Kimi Räikkönen auch noch der falsche Fahrer zum Sieger gekürt: Schlussendlich gewann sensationell Giancarlo Fisichella im Jordan.

Die Ergebnisse: Toyota-Fahrer Briscoe sensationell Zweiter

1. Juan Pablo Montoya, Williams-BMW: 1'12"547 Minuten
2. Ryan Briscoe, Toyota: 1'12"614
3. Ralf Schumacher, Williams-BMW: 1'12"873
4. Kimi Raikkonen, McLaren-Mercedes: 1'13"150
5. Anthony Davidson, BAR-Honda: 1'13"232
6. David Coulthard, McLaren-Mercedes: 1'13"277
7. Jarno Trulli, Toyota: 1'13"512
8. Takuma Sato, BAR-Honda: 1'13"839
9. Rubens Barrichello, Ferrari: 1'13"855
10. Fernando Alonso, Renault: 1'13"990
11. Michael Schumacher, Ferrari: 1'14"042
12. Giancarlo Fisichella, Sauber-Ferrari: 1'14"118
13. Mark Webber, Jaguar: 1'14"150
14. Jenson Button, BAR-Honda: 1'14"187
15. Riccardo Zonta, Toyota: 1'14"207
16. Felipe Massa, Sauber-Ferrari: 1'14"479
17. Jacques Villeneuve, Renault: 1'14"585
18. Robert Doornbos, Jordan-Ford: 1'14"966
19. Björn Wirdheim, Jaguar: 1'15"065
20. Nick Heidfeld, Jordan-Ford: 1'15"414
21. Christian Klien, Jaguar: 1'15"480
22. Zsolt Baumgartner, Minardi-Ford: 1'15"490
23. Timo Glock, Jordan-Ford: 1'15"647
24. Gianmaria Bruni, Minardi-Ford: 1'16"406

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