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Nur zwei Punkte für Force India in Brasilien

Entscheidung in der ersten Runde

Esteban Ocon - GP Brasilien 2017 Foto: xpb 54 Bilder

Für Force India hat sich der GP Brasilien auf den ersten sechs Kurven entschieden. Sergio Perez verlor zwei Plätze, Esteban Ocon das ganze Rennen. Zum ersten Mal seit Singapur holten mit Williams und McLaren wieder mehr Punkte.

13.11.2017 Michael Schmidt 3 Kommentare

Es war ein enttäuschendes Resultat, mit dem Force India leben konnte. Wegen der punktebasierten Einschreibegebühr für 2018 machte der 9. Platz von Sergio Perez das Team um 10.878 Dollar ärmer. Es hätte mehr sein können. „Wir hatten das viertschnellste Auto, aber wir haben nicht entsprechend gepunktet“, stellte Teamchef Bob Fernley fest. Für Esteban Ocon war das Rennen in Kurve 7 vorzeitig zu Ende. Zum ersten Mal in seiner Formel 1-Karriere, zum ersten Mal seit 55 Rennen in Monopostos. Das schließt frühere Rennserien mit ein.

Ocon wurde das Opfer von Romain Grosjean, der sich bei einem Ausrutscher in Kurve 4 davor die Reifen schmutzig gefahren hatte und dabei vergaß, dass zwei Kurven später noch immer Grip fehlt. So kreiselte der Franzose in Ocons Auto. Dabei ging nicht nur der rechte Hinterreifen kaputt, sondern vorne auch noch eine Felge. Den Vorschlag des Teams, sein ramponiertes Auto vorsichtig an die Boxen zurückzubringen, lehnte Ocon ab. Er hatte Angst, sich dabei den Unterboden zu ruinieren. Von der letzten Spezifikation gibt es nur zwei Exemplare. Für jeden Fahrer eines.

Force Indias Alternativ-Taktik geht nicht auf

Perez fuhr sein Rennen zu Ende. Der Mexikaner verlor beim Start einen Platz an Fernando Alonso. Beim Versuch sich den in der ersten Kurve zurückzuerobern, wurde Perez in die Wiese gedrückt. So kam auch noch Felipe Massa vorbei. Danach hing der Mexikaner hinter seinen beiden Rivalen vom Start fest.

„Die Hitze hat es schwierig gemacht zu attackieren. Immer, wenn ich angegriffen habe, haben die Reifen massiv abgebaut.“ Force India versuchte es deshalb mit einer alternativen Taktik. Perez stoppte in Runde 35, acht Runden später als Massa und sieben Runden nach Alonso. Das sollte ihm bessere Reifen für das Finale verschaffen.

Perez nur ein Zehntel hinter Alonso

Als Perez nach dem Reifenwechsel auf die Strecke ging, fehlten ihm 10,7 Sekunden auf Massa und 8,0 Sekunden auf Alonso. In den letzten Runden fand er wie geplant den Anschluss. Aber der WM-Siebte kam nicht mehr vorbei. „Alonso war sauschnell in Sektor 2 und er lag auf der Geraden im DRS-Fenster von Massa. Für Massa war Alonso der Manndecker. Die Williams gingen den Berg hinauf unheimlich gut.“ Am Ende fehlte 0,137 Sekunden auf Platz 8. Das hätte das Team weitere 10 878 Punkte gekostet.

„Uns tut das echt weh“, gibt Sportdirektor Otmar Szafnauer zu. Scherzhaft versuchte er Red Bull-Boss Helmut Marko die Punkte zu verkaufen. „Dafür halten wir die Renault hinter uns. Das gibt Toro Rosso Luft.“ Perez schloss ein versöhnliches Fazit mit einem Rennen, das für ihn nach zwei Kurven entschieden war: „Ich bin happy, aber nicht zufrieden.“

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@bschenker

Das lag daran, dass die Felge rechts vorn gebrochen war, und es daher keine Verbindung zwischen Radträger und Reifen gab.

Proesterchen 14. November 2017, 09:15 Uhr
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